Breitband-Ausbau

Keine Betrüger: Telekom-Mitarbeiter sind echt

13.1.2022, 14:00 Uhr
Symbolische Freigabe des nächsten Ausbauschritts: (von links) Markus Winter (Telekom), Jürgen Heckel (Bürgermeister Bad Windsheim) und Andreas Zapf (Telekom). Foto: Bastian Lauer

Symbolische Freigabe des nächsten Ausbauschritts: (von links) Markus Winter (Telekom), Jürgen Heckel (Bürgermeister Bad Windsheim) und Andreas Zapf (Telekom). Foto: Bastian Lauer © Bastian Lauer, NN

Dass die Veränderungen kommen werden, war über mehrere Monate in 2021 sichtbar. Baustellen wanderten durch das Stadtgebiet, um Glasfaserleitungen zwischen insgesamt 14 grauen Technikkästen am Straßenrand zu verlegen. Dadurch sollen nun überall wenigstens 100 Megabit pro Sekunde im Download möglich sein, für einen Großteil der Haushalte sind bis zu 250 Megabit buchbar.
Damit dies auch zu jedem betroffenen Bürger durchdringt, waren im Dezember bereits Flyer von der Telekom verteilt worden. Seit dieser Woche gehen auch Leute im „Direktvertrieb“ von Haus zu Haus, wie Markus Winter von der Telekom bestätigte. Das sei der normale Vorgang zur Freischaltung neuer Tarife, betont er.
Ob dies tatsächlich echte Telekom-Mitarbeiter sind – und keine Betrüger –, ist manchen Windsheimern nicht ganz klar. Auf Nachfrage bestätigte der stellvertretende Dienststellenleiter der Bad Windsheimer Polizei, Rainer Mühlbauer, dass es vermehrt Hinweise zu angeblichen Telekom-Mitarbeitern, die möglicherweise nichts gutes im Schilde führen, aus der Bevölkerung gab und gibt. Er könne hier jedoch Entwarnung geben. Das bestätigte auch Markus Winter: Mitarbeiter der Ranger Marketing & Vetriebs GmbH aus Düsseldorf klingeln im Namen der Telekom an der Haustüre. Diese könnten sich entsprechend ausweisen und seien auch tatsächlich immer zu zweit unterwegs.

Verlässlicher Partner

Bad Windsheims Bürgermeister Jürgen Heckel sprach bei einem kleinen Pressetermin von der Telekom als „verlässlicher Partner“, mit dem die Arbeit „sehr eng und kooperativ“ sei. Der Ausbau des Breitbandinternets „ist einfach wichtig für den Wirtschaftsstandort“, er sei froh über diesen nächsten Ausbauschritt. Über staatliche Förderprogramme hinaus – die bayerische Gigabitrichtlinie ist aktuell so eines – wolle die Stadt mit der Telekom andere Projekte parallel vorantreiben. Gespräche hierzu laufen, bestätigten Winter und Heckel, für Details sei es aber zu früh.
Denn, das sagt auch die Telekom, nur mit diesem Update der Technik (genannt Super-Vectoring) ist es nicht getan. Ziel muss weiterhin Glasfaser bis in jedes Haus sein, betonte Winter. Sein Kollege Andreas Zapf nannte aber die Hürden beim Namen: Der nächste Schritt sei „richtig intensiv“ in Sachen Kosten, Bauarbeiten, Planung, Zeitbedarf und Belastung für die Bürger. Auch wenn der Bund und die Telekom selbst die 2030er-Jahre als Ziel ausgegeben haben, müsse man sicher „von Jahrzehnten“ sprechen, bis tatsächlich jeder Haushalt einen Glasfaseranschluss hat. Winter sei deshalb erstmal, „dass wir die Verfügbarkeit jetzt so haben“. BASTIAN LAUER

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