Mittwoch, 23.10.2019

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Klinik: Gedanklich steht zweiter Anbau schon

Neben neuen OP-Sälen soll die Klinik Bad Windsheim ein Ärztehaus bekommen. - 11.10.2019 13:00 Uhr

Auf der Grünfläche links neben dem Aufzugtürmchen wäre das Ärztehaus vorgesehen. © Foto: Bastian Lauer


"Das Auswahlverfahren ist beendet", bestätigt Klinikvorstand Stefan Schilling mit Blick auf die Ausschreibung der Architektenleistungen für die OP-Säle. Das ausgewählte Büro übernimmt nun "die Feinplanung", inklusive der technischen Einrichtung. Diverse zusätzliche Fachplaner sind involviert, Schilling spricht von einem komplexen Prozess.

Im August hatte es die "Auftaktbesprechung" aller Beteiligten gegeben. Vier Monate habe das Büro an Zeit veranschlagt. Dann werden die Unterlagen eingereicht, geprüft und hoffentlich genehmigt. Erst dann kann die Ausschreibung für den Bau beginnen. Schilling hoffe auf eine Vergabe Ende 2020. 13,5 Millionen Euro an Förderung sind den Kreiskliniken dafür vom Freistaat zugesagt.

Die neuen OP-Säle werden an der Westseite an das Krankenhaus-Gebäude angebaut. Das heißt auch, dass das alte Schwesternwohnheim weichen muss. Die Räume sind zum Teil als Wohnungen vermietet, zum Teil nutzt sie die Klinik. Zum 31. Dezember wurde allen Mietern gekündigt. Doch auch wenn das Wohnheim ab Januar leer stehen würde, könnte der Abriss noch nicht beginnen. "Das Schwesternwohnheim ist praktisch der erste Bauschritt. Der Abriss wird auch gefördert", betont Schilling. Solange Genehmigungs- und Vergabeverfahren für den OP- Neubau nicht abgeschlossen sind, erfolge also auch kein Abriss.

Während Schilling hier derzeit also vor allem warten muss, liege ein anderes Thema zumindest "seit einiger Zeit auf dem Schreibtisch" und werde eifrig bearbeitet: Es soll ein Ärztehaus in Bad Windsheim geschaffen werden. "Das ist der Auftrag des Verwaltungsrates." Die Ausarbeitung eines Konzeptes laufe. "Da müssen wir viele Gespräche führen", sagt Schilling. "Die Investorensuche läuft."

Der Plan sei, an der südöstlichen Seite der Klinik einen Anbau zu platzieren, der wenigstens einen direkten Zugang zum vierten Stock haben soll, wo derzeit die Geriatrie untergebracht ist. "Das ist relativ groß angesetzt", sagt Schilling, mit dem Projekt sollen jedoch gleich mehrere Dinge erreicht werden.

Ein großes Ziel sei nämlich die Erweiterung der Geriatrie von derzeit 28 Betten um 20 weitere. Mit dem Durchgang könne man "nicht zwei kleine Einheiten, sondern eine große" schaffen, erklärt Schilling. Denkbar sei außerdem, alle Medizinischen Versorgungszentren – eines ist derzeit in der Klinik untergebracht, zwei weitere gibt es in der Innenstadt – dort unterzubringen. "Das ist wesentlich wirtschaftlicher."

Mehr als grobe Pläne und viele Wünsche gäbe es bisher aber nicht, betont der Klinikvorstand. "In trockenen Tüchern ist nichts." Allerdings sagt Schilling auch: "Das Projekt ist für uns zukunftsweisend." Es steht ganz oben auf der Agenda – und soll zur Stärkung des Klinikstandortes Bad Windsheim beitragen.

BASTIAN LAUER

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