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Kommunalwahl: Ipsheim hat noch viel mehr Potenzial

Gabi Schöttle will zu Ipsheims Bürgermeisterin gewählt werden. - 12.03.2020 12:00 Uhr

Zum Entspannen beim Spazierengehen oder einen Ipsheimer Wein genießen sowie um beim Joggen den Kopf frei zu bekommen geht Gabi Schöttle, die Bürgermeisterkandidatin der Liste Ipsheimer Bürger, gerne in die Weinberge unterhalb der Burg Hoheneck – beeindruckender Ausblick inklusive. © Foto: Stefan Blank


"Den Leuten zuhören", den Kuhwasen zu einem Treffpunkt für alle machen oder die Kirchweih "anders gestalten" – Gabi Schöttle hat einige Ideen für die Kommune, in der sie zwar "sehr gerne lebt", der sie aber auch "noch viel mehr Potenzial" bescheinigt. "Wichtig ist, den Gemeinderat immer mitzunehmen", sagt Schöttle. Falls sie gewählt werden sollte, wolle sie, die bisher keinerlei kommunalpolitische Erfahrung hat, sich "erstmal schnell einarbeiten". Dabei könne sie auf die Unterstützung von Routiniers wie CSU-Kollege Hans Herold oder dem aktuellen Zweiten Bürgermeister Karl Riedel zählen. Vielleicht sei aber auch der Blick von einer von Vorteil, die bisher nicht mit am Ratstisch gesessen habe, sagt Schöttle.

"Es gibt einige Sachen, mit denen man Ipsheim recht schnell schöner machen könnte, ohne dass sie Geld kosten würden", sagt die 43-Jährige. Für Projekte wie einen Mehrgenerationenspielplatz samt Verweil-Möglichkeiten am Kuhwasen müssten aber Finanzmittel in die Hand genommen werden. "Ich will Ansprechpartner für jeden sein und wissen, was sich die Leute wünschen", sagt Schöttle, die daher auch eine verlängerte Bürgersprechstunde einführen will. Input bekomme sie auch daheim, von ihrem Mann und den Kindern, einem 16 Jahre alten Sohn und Töchtern im Alter von 14 und elf Jahren. Und als dreifache Mama sei sie quasi eine Problemlöserin mit reichlich Erfahrung. Diese stamme auch aus ihrer beruflichen Stelle als Fachoberlehrerin an der Berufs- und Wirtschaftsschule in Bad Windsheim, wo sie Sport und Informationsverarbeitung lehrt und kurioserweise jeden Schultag im Lehrerzimmer auf Stefan Schmidt, ihren Kontrahenten um das Bürgermeisteramt, trifft, der ebenfalls Lehrer ist. "Ich habe ganztags mit pubertierenden Jugendlichen zu tun", sagt die ausgebildete Arztfachhelferin und lacht, sie habe daher Respekt vor den Herausforderungen, die das Amt als Rathauschefin mit sich bringen würden, traue es sich aber in jedem Fall zu.

Projekte wie die Dorferneuerungen in vielen Ortsteilen seien "ganz, ganz wichtig". Mit Wanderwegen oder ähnlichem könnten Verbindungen geschaffen werden und "jedes Dorf hat seine eigene Schönheit", sagt Gabi Schöttle. Große Bedeutung habe für sie auch die Modernisierung und Erweiterung der Schule sowie Unterstützung für die Kindertagesstätten.

Viele der Ipsheimer Erst- bis Drittklässler kennt Gabi Schöttle gut. Sie ist Übungsleiterin beim Turn- und Sportverein und will dort vor allem "Spaß an der Bewegung vermitteln". Selbst nutzt sie den Sport "um den Kopf frei zu bekommen", geht Mountainbiken oder Walken in den Weinbergen, die sie als ihren Lieblingsort in der Gemeinde bezeichnet. "Hier zu sein und auch mal ein Glas Wein zu trinken ist einfach herrlich", sagt Gabi Schöttle. "Schließlich sind wir nicht nur ein beliebter Wohnort, sondern auch ein attraktiver Freizeitort."

Stefan Blank

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