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Kommunalwahl: Neue Gesichter bei der Liste Land

Die Liste Land legt den Fokus auf Ortsteile, Vereine sowie Jugend. - 12.02.2020 17:00 Uhr

Mehr als die Hälfte der Besucher der Informationsveranstaltung der Liste Land sind keine Bewerber um ein Stadtratsmandat. © Foto: Stefan Blank


Möglichst viele Nachfolger für das scheidende Trio – Wolf, Wilhelm Dehner und Reinhold Krebelder hören auf – will die Liste Land "mit einem Top-Team" in den Stadtrat bekommen, wie Spitzenkandidatin Silke Städtler aus Külsheim sagte.

Durchaus auch einmal emotional, aber "nie als reine Verhinderer", so beschreibt Erhard Wolf, der am 15. März zwar nicht zur Wahl steht, aber Vorsitzender der Wählergruppe ist, die Liste-Land-Vertreter im Rat. Wolf zählte vor den 32 Besuchern, wovon 15 Bewerber von der Liste waren, die wichtigsten Anliegen der Liste Land auf, die von vielen Kandidaten bei ihren Vorstellungsreden immer wieder genannt wurden: Förderung von Vereinen und der Jugend, Digitalisierung und besseres Mobilfunknetz, Barrierefreiheit und Wege. "Früher wurden wir als Bauernpartei belächelt", sagte Wolf, "doch die Zeit ist vorbei. Wir kommen zwar vom Land, sind aber dafür alle mit gesundem Menschenverstand ausgestattet."

Zustand der Wege und Bauschutt

Kaum zur Sprache kam in den zwei Stunden ein Wunsch, den die Liste Land immer wieder anspricht: den nach einer größeren Einbindung der Ortsteilbeauftragten und Ortsbeiräte in Entscheidungen und Vorgänge der Stadtverwaltung, welche die Dörfer betreffen. Für Vereine und die Jugend soll laut Wolf ein Ansprechpartner im Rat oder der Verwaltung bestimmt werden. Deutlich wurde auch, dass vor allem die aktuellen Räte die Entwicklung der Stadt durchaus positiv sehen. Aber: "Die Liste Land ist für die Stadt ganz wichtig."

Die Nummer eins der Liste, die einen Altersdurchschnitt von 40,5 Jahre aufweist, Silke Städtler, eine von nur zwei Frauen, äußerte deutliche Kritik: "Die Wege und Straßen sind eine Schande. Da gehört echt viel gemacht." Dafür lobte sie die Bemühungen um eine Gartenschau. Hans Wattenbach legte seinen Fokus auf die Schaffung von Barrierefreiheit im öffentlichen Raum. "Ob Leute im Rollstuhl sitzen wie ich, Ältere mit dem Rollator oder Mütter mit Kinderwagen unterwegs sind, die alle haben es in der Windsheimer Altstadt nicht leicht." Dabei dürften auch die Ortsteile nicht vergessen werden. In diesem Zusammenhang stellte Erhard Wolf auch infrage, ob Kopfsteinpflaster noch der richtige Belag für die Straßen der Altstadt sei.

Als besonderes Thema will sich das Liste-Land-Team für finanzielle Hilfe bei Abbruchkosten und Bauschuttentsorgung einsetzen, wenn dabei Ortskerne oder die Altstadt revitalisiert werden können – umso besser, meinte Martin Branz. Das Bild, das viele Kandidaten von sich und ihren Mitstreitern zeichneten, fasste Bernd Weik zusammen: "Unsere Leute sind nicht nur welche, die reden, sondern die anpacken." Von diesen sollen möglichst drei oder vielleicht sogar vier im neuen Rat vertreten sein, so der Wunsch der Liste Land. Das sei nötig, meinte Silke Städtler, denn: "Wir brauchen Stadträte, die für uns brennen, für uns da sind."

STEFAN BLANK

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