Donnerstag, 15.04.2021

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Landkreis Neustadt-Bad Windsheim: So viel Platz hat ein Haushalt im Durchschnitt

Der Landkreis Neustadt-Bad Windsheim ist an Mittelfrankens Spitze - 20.08.2020 06:00 Uhr

Am und im Bad Windsheimer Neubaugebiet Pommernstraße werden Mehr- und Einfamilienhäuser gebaut, die Wohnfläche im Kreis ist verhältnismäßig groß.

18.08.2020 © Foto: Stefan Blank


Für Siegfried Friedrich, den Leiter des Bereichs Immobilien bei der Sparkasse im Landkreis, sowie Schwäbisch-Hall-Baufinanzierungsberater Thomas Billmann aus Dietersheim sind die Zahlen keine Überraschung. Im Vergleich zu Großstädten gebe es im ländlichen Raum deutlich mehr Einfamilienhäuser als Hochhäuser, sagt Billmann. Das wirke sich auf die Wohnungsgrößen aus. In der Regel würden Bauwillige Häuser mit 150 bis 160 Quadratmeter bauen, berichtet Billmann, Friedrich nennt 100 bis 140 Quadratmeter.

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Trotz ständig steigender Preise sind die Wohnflächen, die den Menschen in Mittelfranken zur Verfügung stehen, so groß wie nie zuvor, dies geht aus einer Analyse von Daten des Landesamts für Statistik hervor. Wo in Mittelfranken die Menschen im Durchschnitt am meisten Platz zum Wohnen haben, erfahren Sie in dieser Bildergalerie.


Bei der Fläche pro Haushalt liegt der Kreis vor den Landkreisen Ansbach (111,6 Quadratmeter), Erlangen-Höchstadt (110,8), Roth (110,2), Weißenburg-Gunzenhausen (107,3), Nürnberger Land (104,7) und Fürth (103,1), danach folgen die Städte mit Nürnberg (78,0) am Ende. "Trotz gestiegener Immobilienpreise ist das mehr als je zuvor", teilt die LBS mit. Der Durchschnittswert für Mittelfranken liegt pro Haushalt bei 94 Quadratmeter, vor 30 Jahren waren es noch 87,2 Quadratmeter.

Wenn Grundstücke günstiger seien, hätten die Bauherren mehr Geld für Wohnfläche, erklärt Friedrich. Und während in Neustadt die Größe der Grundstücke laut Billmann eher bei 600 Quadratmetern liegen, seien es auf den Dörfern eher 1000. Die Nachfrage an Bauplätzen in der Region werde immer größer, sind sich die Experten einig. "Wir stellen fest, dass immer mehr Menschen aus dem Großraum zu uns rüberschwappen", sagt Friedrich. Und Billmann ist sich sicher: Obwohl "das Bauen massiv teurer geworden ist, werden die Häuser wohl nicht kleiner".

sb

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