Freitag, 28.02.2020

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Nach anonymem Hinweis: Polizei hebt illegale Schnapsbrennerei aus

Beamte fanden Zwetschgenschnaps in Flaschen und Stahlbehältern - 04.02.2020 09:19 Uhr

In einer 1-Zimmer-Wohnung in Bad Windsheim stellten die Beamten erdrückende Beweise sicher: Zum einen befand sich dort eine illegale Brennanlage, außerdem stellten sie ein 200-Liter-Fass mit Roggenmaische sicher. Der 37-jährige Mieter wollte das Getreide in der Brennanlage zu Alkohol weiterverarbeiten. In Behältnissen aus Edelstahl oder bereits in Flaschen abgefüllt fanden die Beamten zudem selbst hergestellten Zwetschgenschnaps. Die Menge und der Alkoholgehalt sollen nun genauer untersucht werden.

Sowohl die Brennblase als auch die übrigen Gerätschaften habe der in Verdacht stehende 37-Jährige teils fertig gekauft, behauptete er. Er habe aber auch einige in Eigenleistung gefertigt, um den selbst gebrannten Schnaps bei Feierlichkeiten ausschenken zu können. Da bei der Wohnungsdurchsuchung Etiketten für Schnapsflaschen gefunden wurden, gehen die Beamten auch davon aus, dass der selbst und illegal hergestellte Trinkbranntwein ohne Entrichtung der Alkoholsteuer zum lukrativen Weiterverkauf bestimmt gewesen sein dürfte.

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Gegen den Geheimbrenner wurde noch am Tage der Durchsuchung am 2. Februar ein Verfahren wegen Verdachts der Steuerhinterziehung eingeleitet. Sämtliche Gerätschaften sowie der Schnaps wurden durch die Zollfahnder abtransportiert.

Auf die illegale Schnapsbrennerei wurde die Polizei Bad Windsheim durch anonyme Hinweise aufmerksam. Ein Beobachter hatte mitbekommen, wie Gasflaschen in die Wohnung transportiert wurden. Bei der Überprüfung der Informationen stellten die Polizeibeamten die Brennanlage fest und unterrichteten das Zollfahndungsamt München zur Übernahme der weiteren Ermittlungen in Zusammenarbeit mit der zentralen Straf- und Bußgeldstelle Nordbayern beim Hauptzollamt Schweinfurt. Über den Vorfall berichtete die Polizei erst am Dienstag.


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mch

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