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Neuer Korrosionschutz für 220-Kilovolt-Leitung

Maste zwischen Ermetzhofen und Neuherberg saniert - 14.04.2014 08:52 Uhr

Komplett verhüllt sind derzeit einige Gittermasten einer Hochspannungsleitung bei Neuherberg, so wird verhindert, dass in der un­mittelbare Umgebung Farb- oder Rostteilchen verteilt werden. © Gero Selg


Zur Zeit sind zwei Arbeitstrupps damit befasst, die Oberflächen der Gittermasten der Starkstromleitung, die etwas abseits der Staatsstraße zwischen den beiden Ergersheimer Ortsteilen Neuherberg und Ermetz­hofen verläuft, zu erneuern. Diese Arbeiten werden etwa alle 20 Jahre durchgeführt und diese 220-Kilovolt-Leitung wurde bereits Ende der 1940er-Jahre gebaut, sagt Markus Lie­berknecht, Pressesprecher beim Stromnetzbetreiber Tennet.

Zuerst wird der alte Schutzan­strich mit sogenannten Nadelpisto­len entfernt. Dies ist auch der Grund, warum die Masten vom Fundament bis zur Spitze eingehüllt sind. Wäre dies nicht der Fall, würde der Wind die gelösten Farb- oder Rostteilchen weiträumig über die Felder und Wie­sen verteilen. "Das müssen wird ver­hindern", sagt Leon Kwiatkowski, Vorarbeiter einer der beiden Trupps.

Anschließend wird die neue Korro­sionsschutzfarbe wieder aufgebracht, die Hülle kann verschwinden. Der Trupp zieht zum nächsten zu renovie­renden Masten und das Ganze be­ginnt mit dem Einhüllen von Neuem. Einen Strommasten schafft die 24 Mann starke Gruppe pro Tag. Sie und ihre einige 100 Meter weiter ar­beitenden Kollegen haben bei diesem Auftrag rund 80 dieser Gitterkon­struktionen zu bewältigen. Begonnen haben sie mit den Arbeiten vor weni­gen Tagen, dauern werden diese vor­aussichtlich bis Mitte Juli.

Die Hochspannungsleitung gehört zum Netz der Tennet. Sie beginnt in Ludersheim bei Altdorf im Nürnber­ger Land und führt vorbei an Würz­burg bis nach Aschaffenburg. In den hiesigen Landkreis kommt sie in der Nähe von Wallmersbach, geht südlich an Ergersheim vorbei, kreuzt zwi­schen Illesheim und Bad Windsheim die Bundestraße 470, um dann nörd­lich an Obernzenn vorbei bei Esbach den Landkreis zu verlassen.

Wo überall im Landkreis an den Masten gearbeitet werden muss, ver­mochte Lieberknecht nicht zu sagen. Insgesamt seien es jedenfalls 125 Mas­ten, die einen neuen Schutzanstrich verpasst bekommen, 42 davon wür­den in dem Abschnitt liegen, zu dem der Bereich bei Neuherberg zählt. Auch dürfe man nicht davon ausge­hen, dass alle hintereinander liegen­den Masten renoviert werden, so der Pressesprecher. Denn die Korrosions­schutzmaßnahmen seien unter ande­rem davon abhängig, welchen Belas­tungen die Masten ausgesetzt sind. 

Gero Selg

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