Sonntag, 20.10.2019

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Platz für das größte Hotel der Kurstadt

Der Bauausschuss begrüßt Projekt an der Erkenbrechtallee. - 19.09.2019 10:00 Uhr

Das neue Hotel könnte mit insgesamt 170 Zimmern alleine fast so viel Platz bieten wie das angrenzende Vital Hotel (links im Bild) und das weiter südlich liegende Hotel Pyramide (weiter rechts, verdeckt) zusammen. © Foto: Bastian Lauer


Stadtbaumeister Ludwig Knoblach präsentierte in der Sitzung diverse Grafiken, die zeigen, wie das Gebäude zwischen Krankenhaus im Westen und Vital Hotel im Osten einmal aussehen könnte. Ein Erdgeschoss, vier Obergeschosse, das oberste abgestuft, sodass es von der Straße aus kaum einzusehen ist. Die Fassade teilweise aus Holz, eine Außengastronomie. Einen Zugang zum bestehenden Gang der Sinne und damit zur Franken-Therme soll es geben, genau wie für das Vital Hotel. Auch eine zweigeschossige Tiefgarage soll zu dem Bauwerk gehören und 188 Stellplätze zur Verfügung stellen.

Investor unbekannt

Kosten, Zeitplanung oder Namen? Alles kein Thema. Laut WZ-Informationen soll ein österreichisches Unternehmen an der Projektentwicklung beteiligt sein. Der Grundstücksverkauf ist noch nicht abgewickelt, die Stadt habe eine Option, wie Bürgermeister Bernhard Kisch erklärte.

In jedem Fall reizten die vorgelegten Entwürfe die im dort geltenden Bebauungsplan festgelegten Rahmenbedingungen voll aus, erklärte Knoblach. Größer geht es demnach nicht. Zum Vergleich: Das benachbarte Vital Hotel bietet 87 Zimmer, das Hotel Pyramide, ein paar Meter südlich gelegen, 91. Das bislang größte Übernachtungshaus der Stadt ist das Arvena Reichsstadthotel mit 112 Zimmern in der Innenstadt.

Für Kisch ist die mögliche Entwicklung an dem Standort "sehr interessant". Dieter Hummel (CSU) ist froh, dass es potenzielle Investoren gibt. Er betonte, dass gerade das Kur- und Kongress-Center davon profitieren könnte, wenn weitere Zimmer für größere Tagungen geschaffen werden. Und natürlich auch die angrenzende Therme. Ein so großes Hotel "strahlt in den gesamten Landkreis aus". Auch für Werner Spieler (FWG) ist das Projekt "ein sehr positiver Ansatz", den er nur unterstützen könne. Vor allem die in den Bildern dargestellte Begrünung der Dachflächen sei zu begrüßen.

Eine nicht hundertprozentig geklärte Frage ergibt sich aus den Bodenbeschaffenheiten im Norden Bad Windsheims. Erste Untersuchungen hätten zwar ergeben, dass der Grenzdolomit durch die geplante Tiefgarage wohl nicht erreicht wird. Das sei allerdings noch abschließend zu prüfen. Da hakte Ronald Reichenberg (SPD) nach: Wenn der Bauwerber nicht ausreichend Parkplätze zu Verfügung stellen könnte, gäbe es sicher auch kein Hotel, wollte er wissen. Knoblach bejahte das. Kisch ergänzte, dass die Tiefgarage Grundlage der Bauvoranfrage ist. Falls diese aufgrund des Bodens nicht realisierbar wäre, seien nicht mehr alle Voraussetzungen für das Bauprojekt erfüllt.

Beschlossen ist laut Kisch mit einer positiven Bewertung durch den Bauausschuss aber sowieso nichts. Für den Antragssteller sei es lediglich "ein Signal", das Projekt weiterzuverfolgen. Das erhielt dieser einstimmig.

BASTIAN LAUER

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