"Positive Zukunftspläne" der Klinik Bad Windsheim

10.10.2017, 20:26 Uhr
Landrat und Klinikvorstand legten Situation des Krankenhauses in Bad Windsheim dar.

Landrat und Klinikvorstand legten Situation des Krankenhauses in Bad Windsheim dar. © Privat

"Landrat und Verwaltungsrat stehen weiterhin für den Erhalt der zwei Klinikstandorte ein. Allerdings machen es die schwierigen Rahmenbedingungen, vor allem der drohende Fachkräftemangel erforderlich, permanent strukturelle und organisatorische Anpassungen vorzunehmen", so Weiß. Vorstand Schilling konnte den Mitgliedern des Stadtrates sehr viele positive Veränderungen sowohl in der Klinik Bad Windsheim als auch für die Stadt Bad Windsheim vermelden. Mit Steigerungsraten von 30 Prozent im Bereich der Endoprothetik und in der Altersmedizin würden 2017 "die zwei Säulen der Klinik wie nie zuvor wachsen".

Weiterhin äußerst positiv aufgenommen von Bürgermeister und Stadtrat wurden die Planungen für einen Neu-/Anbau des Operationstraktes, die Kapazitätserweiterung im Bereich der Geriatrischen Rehabilitation sowie die Errichtung eines Ärztehauses auf dem Klinikgelände. Mit diesen zusätzlichen Investitionen wird der Klinikstandort weiter ausgebaut und gestärkt. Das neu etablierte ambulante kardiologische Angebot im MVZ Innere Medizin am Schüsselmarkt, sowie die Bemühungen um das Förderprojekt "Land digital" gemeinsam mit der Stadt und der Hochschule Ansbach runden die positiven Veränderungen ab.

Die bundespolitischen Vorgaben und Denkansätze, wie beispielsweise der Feststellung, dass deutschlandweit über 600 Kliniken abgebaut werden können beziehungsweise müssen, zwingen die Klinikverantwortlichen zum Handeln, betonte Vorstand Schilling: "Ein Kernthema hierbei wird sein, unsere Fachkompetenz und unsere knappen Ressourcen gezielt einzusetzen und nicht zu verschwenden, um unsere zwei kleinen Kliniken in unserer ländlich geprägten Region zukunftsfähig aufzustellen". Deshalb sei es auch erforderlich, die nächtliche OP-Bereitschaft auf einen Standort zu konzentrieren.

Chefärztin Ruth Gröger, Anästhesie, und Chefarzt Dr. Mathias Bender, Leiter des Endoprothetikzentrums der Maximalversorgung, versicherten den Stadträten, dass sich diese Einschränkung nicht nachteilig auf die qualitativ hochwertige Patientenversorgung auswirken wird. "Strukturveränderungen mit zu erwartenden negativen Auswirkungen auf unsere medizinische Qualität würden von uns nicht mitgetragen", so die verantwortlichen Chefärzte. Laut Dr. Bender ändert die Einschränkung des OP-Dienstes nichts an der aktuellen Situation. "Wir haben auch in den vergangenen Jahren nachts nicht operiert. Wichtig für ihn ist das Festhalten an der 24-Stunden-Notfallversorgung an der Klinik Bad Windsheim. Patienten und Rettungsdienste können jederzeit die Klinik aufsuchen", so Dr. Bender.

Kommunalpolitische Wunschvorstellungen in Bezug auf die Gesundheitsversorgung seien leider mit den aktuellen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen nicht vereinbar. Schilling versicherte jedoch, dass der Verwaltungsrat, die verantwortlichen Chefärzte und die Klinikleitung nie gegen eine Klinik oder einen Standort entscheiden, sondern immer für das Kommunalunternehmen und eine bestmögliche medizinische Versorgung in der Region. Bürgermeister Bernhard Kisch bedankte sich für die umfangreichen Informationen. Der gesamte Stadtrat nahm die Entwicklungen an der Klinik Bad Windsheim sehr positiv auf und sieht auch keine Verschlechterung der medizinischen Versorgung für die Patienten. "Die Zukunftspläne stimmen uns positiv", so Kisch.

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