Weihnachten naht

Ran an die Tannenwedel: So binden Sie Ihren Adventskranz

Anna Franck

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21.11.2021, 06:00 Uhr
Konzentriert arbeitet sich Christin Baßler am Strohkranz entlang.

Konzentriert arbeitet sich Christin Baßler am Strohkranz entlang. © Anna Franck, NN

Die Vorbereitung ist bei dieser Aktion die halbe Miete, erklärt Christin Baßler aus Dottenheim. Das Binden selbst geht mit ein wenig Fingerspitzengefühl und Übung schnell über die Bühne. Eine Unterlage ist von Vorteil, um den Tisch vor Harz zu schützen. Gegen eine „Sauerei“ sei man schließlich nicht automatisch gewappnet, sagt Doris Fähnlein aus Ipsheim. Bindedraht, eine Gartenschere, ein Strohkranz und Wedel eines oder mehrerer Nadelbäume sind für das Bastelprojekt nötig. Nimmt man verschiedene, beispielsweise solche von Lebensbäumen, Tannen, Douglasien oder Föhren, wird der fertige Kranz durch die abwechslungsreiche Struktur lebendiger, findet Fähnlein, „je nach dem eigenen Geschmack“.


Zu Beginn verbindet Baßler Kranz und Draht mit einem Knoten. Für mehr Stabilität, wickelt sie den Draht einmal um den Kranz herum – stets so, dass er von innen kommend über den Kranz nach außen und dann unter dem Kranz wieder nach innen führt.
Schöne Spitzen hat Baßler vorab von den Nadelbaum-Ästen abgeschnitten. Immer drei bis vier davon legt sie nun auf den Kranz und schnürt sie mit Draht fest. Überlappend folgt die nächste Reihe, so lange bis sie einmal rundherum ist. „Wichtig ist, dass man den Draht nicht mehr sieht“, erklärt Baßler. Besonderes Augenmerk liegt auf den Seiten, hier können kürzere Wedel verwendet werden. Sind die Enden zu lang, werden sie abgeschnitten.


Der fertige Kranz schmückt nun die Haustüre.

Der fertige Kranz schmückt nun die Haustüre. © Anna Franck, NN

Schwierig sei der Schluss, da der Übergang möglichst nicht zu erkennen sein soll. Um diesen Bereich zu kaschieren, können dort Dekoartikel platziert werden.


Ist Christin Baßler einmal herum, dreht die 39-Jährige den Kranz auf den Kopf, schiebt den Draht unter den Drahtbahnen hindurch, um ihn so zu befestigen. Schnipp, schnapp – den Rest schneidet sie ab.


Dann geht es ans Dekorieren – individuell versteht sich. Der Kranz kann als Adventskranz mit Kerzen auf dem Tisch liegend verwendet, aber auch mit einem Nylonfaden als Türschmuck aufgehängt werden. Christin Baßler entscheidet sich für letztere Option, befestigt Zapfen, einen Engel und Sterne mit Heißkleber. Auch Naturmaterialien wie vermooste Äste könnten eingesetzt werden. Kurz trocknen lassen und schon ist der Kranz bereit, um die Haustür zu schmücken. Auch größere Kinder können bei dieser Bastelaktion einbezogen werden, findet die 39-jährige Fähnlein. Für Christin Baßler ist das Kranzbinden zur „vorweihnachtlichen Einstimmung“ Tradition. „Ruck zuck ist man fertig, und es macht ja auch einfach Spaß.

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