Montag, 16.12.2019

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Rappenauer Jugend nimmt Dorfgeschehen aufs Korn

Lebendige Szenen bei traditionellem Kirchweihumzug - 25.09.2012 12:52 Uhr

Eine gelungene Kuhjagd glossierte die Dorfjugend unter anderem beim Kirchweihumzug in Rappenau. © Helmut Meixner


Schön für die Zuschauer war, dass sich heuer wieder etwas auf den Wa­gen bewegte. Statt mit Figuren aus Pappe wurden die Dorfereignisse, wie es früher üblich war, wieder von den jungen Leuten in Szene gesetzt. Ein Blatt nehmen die Rappenauer da­bei nicht vor den Mund, dieses Mal wurden selbst Familienangehörige nicht verschont.

So gab ein junger Mann preis, dass sein Vater unlängst etwas zu tief ins Glas geschaut hatte, was seinem Ma­gen überhaupt nicht bekam, so dass er in seiner Not das Dachfenster benut­zen musste.Die Rolle des Familienvor­standes hatte der Ortsbursche beim Umzug höchstselbst übenommen. Ein glückliches Ende nahm die Jagd nach vier entlaufenen Rin­dern: Die gesamte Familie war im Einsatz, um die Flucht in die nahen Wälder zu unterbinden. „Wenn ich das Dilemma schon verursacht ha­be, spiele ich auch selber mit“, er­klärte die künftige Jungbäuerin da­zu. Den Platz auf dem Kirchweih­wagen machte ihr so auch keiner streitig.

Heftig gestritten wurde aber auch: Den Anlass lieferte eine Kuh­glocke. Diese verhinderte, dass der Nachbar seine nächtliche Ruhe fand. Er rief deshalb die Polizei zu Hilfe. Der Schreck über die vor der Tür stehenden Ordnungshüter soll bei den Besitzern der Kuh groß ge­wesen sein, wie in der Kirchweih­zeitung zu lesen war. Mit einem „Glocke ab“ war der Auslöser der Zwistigkeit aus dem Weg geräumt und der nachbarschaftliche Friede, zumindest bis zum nächsten Mal, wieder hergestellt.

hm

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