Donnerstag, 25.04.2019

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Sanierung der Außensportanlage am Schulzentrum: Bagger statt Sportler geben ab Mai den Ton an

Bis Ende November sollen die Arbeiten abgeschlossen sein - 12.02.2019 17:45 Uhr

Zwischenzeitlich stark in Mitleidenschaft gezogen präsentiert sich die Rasenspielfläche im Schulzentrum, sie wird im Zuge der Generalsanierung am Ende um rund 20 Zentimeter höher liegen. © Foto: Christine Berger


"Das wird der Tag werden, der besonders interessant ist", sieht nicht nur Planer Lukas Lockl dem 28. Februar gespannt entgegen. Bis dahin müssen die Firmen ihre Angebote abgegeben haben, dann zeichnet sich ab, inwieweit die Kostenschätzung von 1,5 Millionen Euro eingehalten werden kann. "Oft nicht mehr vertretbar" seien die Preise aktuell, urteilte Lockl. Die Bevollmächtigung von Landrat Helmut Weiß, den Auftrag für die Generalsanierung zu vergeben, wurde daher am Ende mit der Einschränkung versehen, das Angebot müsse wirtschaftlich vertretbar sein.

Zwei sogenannte Bewehrungslagen sollen künftig in Verbindung mit einer Sperrschicht vermeiden, dass Wasser durchdringt und in den tieferen Bodenschichten zu Ausspülungen führt. Um Kosten einzusparen, soll so wenig Material wie möglich von der Baustelle abgefahren werden, dies ist ein Grund, weshalb Lockl zufolge das Rasenspielfeld am Ende an die 20 Zentimeter höher liegt als bislang. Integriert in das Sanierungspaket werden in Absprache mit Sportlehrern auch die Zuwege. Die Pädagogen hatten sich zudem dafür eingesetzt, dass eine der beiden Kugelstoßanlagen künftig zusätzlich für Beachvolleyball-Partien nutzbar ist, ein Feld soll dort angelegt werden. Darüber hinaus wird die Hochsprunganlage etwas abgespeckt werden.

Zu berücksichtigen waren in den Planungen laut Kreiskämmerin Silvia Ripka neben den Anregungen der Sportlehrer die Vorgaben aus dem Raumprogramm, das für die Förderung ausschlaggebend ist. Aus diesem Grund wird ein zweiter Allwetterplatz mit einer Größe von 28 mal 20 Metern entstehen. Im Gegenzug darf der Landkreis mit einer Förderung von aktuell knapp 900 000 Euro rechnen, eine etwas höhere Finanzspritze ist nach Informationen von Silvia Ripka nicht auszuschließen, steht aber erst im Sommer fest.

Als Ausweichflächen für den Sportunterricht im Freien steht in diesem Sommer wahlweise die Anlage am Stellergymnasium zur Verfügung. Für größere Veranstaltungen wie Bundesjugendspiele verwies die Kreiskämmerin auf die kreiseigene Anlage am Schulzentrum in Neustadt.

"Schneller geht es nicht", freute sich Bad Windsheims Bürgermeister Bernhard Kisch über den straffen Zeitplan, allerdings hatte er auch eine Bitte in Richtung Landkreis: Die Außenanlage sollte nicht nur für den Schul- und Vereinssport, sondern außerdem für den Breitensport zur Verfügung stehen. Weniger für das Rasenspielfeld als vielmehr für den Allwetterplatz konnte er sich eine breitere Nutzung vorstellen.

Eine Anfrage, die auf wenig Gegenliebe stieß. "Wir möchten schon wissen, wer auf der Anlage ist", äußerte nicht nur Landrat Weiß Bedenken. Silvia Ripka informierte über Probleme auf der Anlage des Stellergymnasiums, deren Nutzung zunächst etwas großzügiger gehandhabt wurde. Inzwischen aber kämpfe man unter anderem gegen Müll auf dem Platz. Für die Außenanlage des Schulzentrums bat sie daher darum, bei der aktuell geltenden Regelung zu bleiben, wonach sich Nutzer über den üblichen Regelbetrieb hinaus eine Genehmigung einholen müssen. 

CHRISTINE BERGER

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