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Stefan Schmidt ist voller Tatendrang

Ein Bürgermeister für alle Ipsheimer sein, das will Stefan Schmidt. - 13.03.2020 12:00 Uhr

Bürgermeisterkandidat Stefan Schmidt auf dem Pausenhof der Ipsheimer Schule, die ihm sehr am Herzen liegt. © Foto: Stefan Blank


Stefan Schmidt lacht, zieht die Brauen nach oben, erklärt mit Worten und Gestik. Der Diplom-Handelslehrer, der Geschichte, BSK (Betriebswirtschaftliche Steuerung und Kontrolle, das frühere Rechnungswesen) und Englisch an der Wirtschaftsschule Bad Windsheim unterrichtet und dort im Lehrerzimmer täglich auf seine Bürgermeisteramt-Mitbewerberin Gabi Schöttle trifft, ist "in allen Themen drin, die den Leuten auf den Nägeln brennen", wie er auf dem Weg von Oberndorf zur Ipsheimer Schule sagt: Kritische Situation bei den reinen Gastwirtschaften – Vinotheken ausgenommen –, weitere Einkaufsmöglichkeiten, Schwerlastverkehr, Spielplätze, Festhalle und eben Neubau an und Sanierung der Grundschule. "Ich bin Lehrer mit Leib und Seele, deshalb liegt mir unsere Schule auch besonders am Herzen", sagt Schmidt. Für die Familien und damit auch die Kinder im Ort sei es von großer Bedeutung, Kinderbetreuungsplätze und eine Schule in unmittelbarer Nähe zu haben. "Das ist super, sie können sich behütet und in familiärer Atmosphäre entwickeln."

Stefan Schmidt spricht über Details aus dem Arbeitskreis zur geplanten Dorferneuerung in Oberndorf, Mailheim, Weimersheim, Holzhausen und Eichelberg. Die Ehrenamtlichen hätten "top Arbeit" geleistet und viele Ideen eingebracht. "Wir haben die Chance, die Dörfer fit für die Zukunft zu machen, das werden wir nutzen." Dabei könnte er sich auch Mitfahrbänkle in den Ortsteilen gut vorstellen.

Flächen für Gewerbeansiedlungen – auch in den Ortsteilen – zu finden, steht beim 45-Jährigen ebenso auf der Agenda wie die Stärkung der Vereine, die er als "tragende Säulen" bezeichnet. "Wir haben sechs Jahre lang Pflichtaufgaben machen müssen, mit dem neuen Gemeinderat will ich eine Prioritätenliste aufstellen." Wichtig ist Stefan Schmidt aber, realistisch zu bleiben. "Wir haben nicht viel Spielraum für Spielereien und müssen den Bürgern auch erklären, wenn etwas nicht geht und warum", das sei in der Vergangenheit öfters untergegangen. "Ich kenne die Stellschrauben, an denen wir drehen müssen und an denen in den vergangenen Jahren nicht gedreht worden ist." So will der Vater einer 25-jährigen Tochter, der aus Burgbernheim stammt, eine Bürgersprechstunde einführen und "die Präsenz des Bürgermeisters im Rathaus deutlich ausweiten". Von großer Bedeutung sei für ihn der Teamgedanke: "Es darf keine Alleingänge Einzelner mehr geben. Wir können alle voneinander profitieren, Ipsheimer von Ortsteilbürgern und umgekehrt." Schmidt will mehr Themen in öffentlichen Gemeinderatssitzungen diskutieren lassen und "immer alle Gemeinderäte gleich einweihen". Es gelte, Vertrauen zurückzugewinnen. "Im Nachhinein hätte ich ein paar Sachen anders gemacht", sagt Stefan Schmidt. Er will es in Zukunft besser machen.

Stefan Blank

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