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Steinach darf sich über eigenes Nahwärmenetz freuen

Hackschnitzelheizung in Betrieb genommen - 39 Häuser heizen ohne Öl - 26.11.2012 10:22 Uhr

Anschalten: Mit einem kleinen Dreh setzte die elfjährige Mirjam Schweizer im Beisein von Heizungsbauer Gunter Häberlein und Geschäfts­führer Hartmut Schweizer (links) die Anlage in Betrieb, die anschließend von vielen Besuchern bestaunt wurde. © Gerhard Krämer


Nach Mörlbach hat nun in der Ge­meinde Gallmersgarten auch Stei­nach sein Nahwärmenetz. Geschäfts­führer der Gesellschaft „Hackschnit­zel GbR Steinach b. Rothenburg“ ist Hartmut Schweizer. Nicht nur er und seine beiden Stellvertreter, Jürgen Täufer und Johannes Botsch, sind stolz auf das Geleistete. Denn erst am 23. Januar dieses Jahres hatte es die erste Informationsversammlung gegeben.

Die zweite folgte rund drei Wochen später und am 24. April sei die GbR gegründet worden, erzählt Schweizer. Anlass für die Gründung seien die anstehende Straßensanierung in ei­nem Teilgebiet des Ortes und der Wunsch „Weg vom Heizöl“ gewesen, erläutert der Geschäftsführer. Ideal sei dafür eine Hackschnitzelanlage gewesen, zumal es beim Holz kurze Wege gebe und die Wertschöpfung so­mit vor Ort bleibe. Die Hackschnit­zel werden nämlich von der nahelie­genden Frankenhöhe geliefert.

Baubeginn sei im Mai gewesen, im September sei die Heizung eingebaut worden. Heizungsbauer und Nahwär­menetzplaner Gunter Häberlein zeig­te den Besuchern die drei Kessel mit einer Leistung von je 200 Kilowatt. Dazu gebe es einen Pufferspeicher mit 25 000 Litern enthärtetem Wasser. Über einen Mischer und Pumpen ge­langt das warme Wasser ins 2600 Me­ter lange Leitungsnetz zu den laut Schweizer 39 Hausanschlüssen. Auch die Gemeinde ist von dem Projekt überzeugt. Bürgermeister Emil Kötzel berichtete, dass auch der Kindergarten, obwohl erst vor eini­gen Jahren energetisch saniert, an das Netz angeschlossen worden sei.

Investiert wurden 670 000 Euro. Mit den Anschlusskosten je Gesell­schafter würde eine Teilsumme der Gestehungskosten finanziert, infor­mierte Schweizer. Der Heizpreis lie­ge bei 5,2 Cent netto pro Kilowatt­stunde. Dazu komme noch eine mo­natliche Grundgebühr. Das werde sich auszahlen, ist sich Schweizer si­cher: „Wir rechnen mit einer Einspa­rung von 130 000 Litern Heizöl pro Jahr“. 

Gerhard Krämer

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