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Donnerstag, 22.10.2020

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Streuobstbäume dürfen nach Absprache abgeernet werden

Bürger dürfen die Streuobstbäume abernten – in Absprache allerdings - 25.08.2020 06:00 Uhr

Bürger dürfen die Früchte der Streuobstbäume der Stadt – beispielsweise an der Wiebelsheimer Straße – gerne ernten. Allerdings sollten sie dies anmelden und eine kleine Spende für die Pflege der Bestände tätigen.

© Foto: Claudia Lehner


Zwetschgen, Äpfel, Birnen und Nüsse, Streuobst in seiner Vielfalt stellt auch in diesem Jahr die Bäckerei Brothaus Interessierten zur Verfügung. Konkret geht es um die Ernte der 200 Streuobstbäume mit einer roten Brothaus-Plakette im Süden von Burgbernheim. Die Bäume sind das Geschenk der Stadt Burgbernheim zum 400. Jubiläum gewesen. Da es aktuell nicht möglich ist, die Früchte beziehungsweise Nüsse direkt in der Bäckerei zu verarbeiten, können Obstliebhaber die Ernte übernehmen, informiert Stadtgärtner Ernst Grefig in Abstimmung mit der Firmenspitze.

Die Bäume sind durch rote Plaketten gekennzeichnet, zu finden sind sie an der Abzweigung des Herzfleckenwegs in Richtung Prösselbuck. Sollte das nicht reichen, erklärt Grefig, könne man sich auch noch an ihn wenden. Im Besitz der Stadt gebe es ebenfalls noch Streuobstbäume, die abgeerntet werden können. Nicht jedoch die mit den silbernen Plaketten. Für die haben Bürger eine Baumpatenschaft zur Pflege übernommen. Ernten dürfen dann natürlich sie.

Vorher melden

Nur nicht den falschen Baum erwischen: Das ist auch die Intention, wieso Gerrit Lorrmann gerne hätte, dass sich Interessenten für Streuobst in der Kurstadt bei ihm melden. Sollte jemand daneben greifen und einen privaten statt einen städtischen Baum erwischen, dann gibt es Ärger, weiß er. Wie viele Streuobstbäume genau auf städtischem Grund wachsen, kann der Leiter der Baumpflege bei den Stadtbetrieb nicht sagen. Zeit für eine Kartierung war bisher nicht.

Die Zahl ist jedoch dreistellig. Die Bäume stehen beispielsweise entlang der Wiebelsheimer Straße beziehungsweise auf Wiesen nahe des Golfplatzes und des Ortsausgangs in Richtung Oberntief. Wer dort gerne Obst ernten will, solle den Baum mit einem Band markieren und sich bei ihm melden. Lorrmann führt eine Liste, wer wo erntet. Pro Baum wird eine Spende von fünf Euro erwartet, die für deren Pflege verwendet wird. Sehr begehrt seien die Wallnussbäume, von denen es nicht so viele gibt. Pflaumen hingegen seien noch reichlich vorhanden.

Fehlende Mitarbeiter und Zeit

Das Obst selbst zu ernten und beispielsweise über die Streuobstinitiative zu vermarkten, dafür fehlen Mitarbeiter und Zeit, erklärt Lorrmann auf WZ-Nachfrage. Wenn das andere übernehmen wollten, könnte er sich auch das vorstellen. In Absprache natürlich. "Die Bäume sind für die Bürger da", sagt er. Auch die Streuobstbestände auf den Ortsteilen, aber darum kümmerten sich die Bewohner im Dorf selbst, sagt er.

Laut Richard Krämer, der im Landratsamt für Gartenbau und Landschaftspflege zuständig ist, hält es der Landkreis ganz ähnlich mit den Obstbäumen, die beispielsweise an Kreisstraßen stehen. Die Anlieger dürften sich als erste bedienen. Sollten die aber keinen Bedarf haben und die Bäume nicht abernten, so könne das auch ein anderer tun. Absprechen müsse der das mit den Anwohnern aber.

CHRISTINE BERGER UND CLAUDIA LEHNER

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