Wenn der Quark nach Zwiebel schmeckt

Tipps: So räumen Sie Ihren Kühlschrank richtig ein

12.9.2021, 06:00 Uhr

Oberste Regel: Die Gebrauchsanleitung lesen, dort sind oft, erklärt Silke Städtler, Praxistipps rund um Lagerung und Reinigung aufgelistet. Verschiedene Kühlzonen sind im Inneren eines Kühlschrankes zu finden. Die Null-Grad-Zone, die sogenannte Kaltlagerzone, habe in den vergangenen Jahren an Beliebtheit gewonnen. Manche Hersteller würden suggerieren, eine solche in ihre Geräte zu integrieren. Städtler rät allerdings genau zu prüfen, ob es sich tatsächlich um eine solche handle.

Fast abgeschlossene Schubläden im unteren Bereich seien das, die „ziemlich dicht sind“ und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit aufweisen. „Für Gemüse und manches Obst ist das optimal“, sagt Silke Städtler, „gelbe Rüben kannst du da ein Viertel Jahr drinlassen, ohne, dass sie schwarz werden.“


Besser sei es, wenn der Kühlschrank voller ist, da dann beim Öffnen nicht so viel warme Luft reinkommt und das Gerät entsprechend weniger runterkühlen muss. Vor dem Kauf solle deshalb die ideale Größe bedacht werden.

Vier bis fünf Etagen

Ein Kühlschrank habe meist, erklärt Silke Städtler, vier bis fünf Etagen. „Je tiefer, desto kühler ist es“, sagt die Expertin. Am kältesten sei es auf der Glasplatte. Zwischen sechs und zehn Grad Celsius habe es im Obst- und Gemüsefach über dem Null-Grad-Fach. Oberhalb davon herrschen zwischen drei und fünf Grad Celsius, noch weiter oben zirka zehn Grad Celsius, in der Tür zwischen zehn und zwölf Grad Celsius. In letzterer könnten beispielsweise Säfte, Eier, Butter oder Senf gelagert werden, „Sachen, die viel Zucker oder Säure haben und die nicht so stark gekühlt werden müssen“, erklärt Silke Städtler.


Direkt auf die Glasplatte könnten Fleisch, Fisch oder Aufschnitt gelagert werden. Käse braucht es nicht so kalt, „eher weiter oben“. In der Mitte dürfen Milchprodukte liegen. Nicht in den Kühlschrank sollen dagegen Lebensmittel wie Bananen, Kartoffeln, Tomaten oder Zucchini. „Vieles verliert seinen Geschmack“, erklärt Silke Städtler.


Essentiell sei beim Einräumen ein System, „dann muss man nicht so viel suchen“, denn steht die Tür offen, kostet das Energie. Zwischen den Produkten solle Raum gelassen werden, stehe alles Glas an Glas dauere es länger bis in den Kern durchzukühlen. Verpackt würden Lebensmittel nicht austrocknen, außerdem nehmen beispielsweise Milchprodukte den Geruch anderer Lebensmittel an. „Quark, der nach Zwiebel riecht. Schrecklich“, findet Silke Städtler.

Älteres zuerst

Älteres solle immer zuerst verbraucht werden. Da eine regelmäßige Reinigung des Kühlschrankes ohnehin unerlässlich ist, könne dabei direkt in regelmäßigen Abständen ausgemistet werden. Beim Putzen könne normales Spülmittel und Wasser verwendet werden, bei Reifansatz eine Schüssel mit warmen Wasser. Schwarze Streifen vom Kondenswasser lassen sich vorsichtig mit Scheuermittel entfernen – aber Obacht bei Kunststoff. Aufgeraut erfolge die „Wiederanschmutzung“ schneller. Mit einigen Tropfen Essig auf einem Lappen könnten Gerüche gebunden werden.


Die Internetseite www.stromspiegel.de könne helfen, um sich über Kauf- und Stromspartipps zu informieren. Um zu prüfen, ob sich eine Neuanschaffung lohnt, könne ein Stromzähler über einen gewissen Zeitraum angebracht werden und dann einen Vergleich mit neuen Geräten zu ziehen. Informationen zur Energieeffizienz gebe es zudem auf der Seite hausgeraete-plus.de

Keine Kommentare