Tor zum Osten: 1000 US-Soldaten mehr für Illesheim

7.10.2016, 14:36 Uhr
Die US-Armee rüstet in Westmittelfranken auf. Das bekommt auch Illesheim zu spüren.

Die US-Armee rüstet in Westmittelfranken auf. Das bekommt auch Illesheim zu spüren. © J. Albright

Was genau das für den Standort Illesheim bedeutet, ist noch nicht im Detail klar, wie die Pressesprecherin der Kaserne, Cornelia Summers, auf Nachfrage der Windsheimer Zeitung sagt. Genauere Planungen werden erst angegangen, wenn die Mittel für die Erhöhung der Truppenstärke vom Kongress genehmigt seien.

Wenn die Pläne genehmigt werden, sollen 2000 zusätzliche Soldaten in den Kasernen Illesheim und Ansbach-Katterbach stationiert werden, wie Captain Jaymon Bell, Sprecher der 12. Heeresflieger-Kampfbrigade bestätigt. Voraussichtlich die Hälfte davon würde in Illesheim untergebracht und damit wieder eine Mannstärke wie im Jahr 2014 erreicht.

Wie Summers klar stellt, könnten die Zahlen in den Kasernen jedoch stark schwanken, aufgrund der Übungen, beispielsweise in Osteuropa. Es wird sich um sogenannte Rotationseinheiten handeln, die für neun Monate für Übungen dort stationiert werden. Wie es seit etwas mehr als einem Jahr Praxis ist, werden sie nicht von Familienangehörigen begleitet. Damit werde sich natürlich die Flugaktivität erhöhen, bestätigt Bell.

Doch würden 80 Prozent des Trainings in Grafenwöhr, Hohenfels oder Osteuropa stattfinden. Ansbach, und damit auch Illesheim, bezeichnete er als "gateway to the east for aviation", als Tor zum Osten was die Fluggeräte der us-amerikanischen Armee angeht. Den Eindruck, der bei einigen Bürgern in der Umgebung besteht, dass derzeit mehr geflogen würde, kann Bell nicht bestätigen. Dieser könnte jedoch durch den Rückflug einer großen Gruppe Black Hawks aus Polen entstanden sein.

Wohngebiet würden jedoch vermieden. Seit 2012 seien die Flugregeln nicht mehr dahingehend verletzt worden. Bundestagsabgeordneter und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Pläne zur erneuten Erhöhung der Truppenstärke doch schon seit Längerem bekannt seien.

Er fordert die amerikanischen und deutschen Stellen auf, im Vorfeld der zunehmenden Flugtätigkeit ausreichend zu informieren. "Transparenz ist das Gebot der Stunde."

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