Elf Buden auf dem Marktplatz

Trotz Corona: So könnte der Windsheimer Weihnachtsmarkt ablaufen

Anna Franck

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4.11.2021, 14:00 Uhr
Der Weihnachtsmarkt in Bad Windsheim soll in diesem Jahr erneut auf dem Marktplatz stattfinden.

Der Weihnachtsmarkt in Bad Windsheim soll in diesem Jahr erneut auf dem Marktplatz stattfinden. © Stefan Blank, NN

Verschiedene Variationen seien im Vorfeld mit Beteiligten durchdacht worden, „Ideen haben wir ja immer viele“, sagt Sabine Hahn, viel Zeit habe man da investiert, um möglichst gut vorbereitet zu sein. Den Markt über die Stadt zu verteilen oder ihn auf dem Dr.-Martin-Luther-Platz zu verfrachten, überzeugte nicht. Bewährtes findet deshalb auch heuer Anwendung: Der Marktplatz wird erneut Areal für den Bad Windsheimer Weihnachtsmarkt.


Etwa elf Buden, die unter anderem Weihnachtsschmuck, Holzdekoration, Papierkunst, Most, fränkische Spezialitäten, Glühwein, Crêpes und andere Leckereien anbieten, sowie ein kleines Karussell finden Platz. Ob eine Delegation aus Bad Windsheims Partnerstadt Este anreist, ist noch unklar. Eine aus Saint-Yrieix-la-Perche habe sich schon angekündigt und backt traditionell am ersten Markt-Wochenende Madeleines. Der Abstand zwischen den Buden werde deutlich vergrößert, erklärt Hahn, um ausreichend Platz beim Anstellen zu schaffen. Jede Bude wird mit einer Trennwand aus Acrylglas versehen.


Die 3G-Regeln finden – Stand heute – keine Anwendung, auch Masken müssen nicht getragen werden. Kann ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden – wie in Anstellbereichen –, sei es allerdings empfohlen. Zäune vor den Buden sowie Schilder und Pfeile sollen die Besucher lenken, Stichwort: Einbahnstraßenregelung. Plakate sollen überall auf die coronabedingten Sicherheitsmaßnahmen wie Hust- und Nies-Ettikette hinweisen. „Da setzen wir auch ein Stück weit auf Eigenverantwortung“, sagt Hahn. Stehtische werden auf dem Marktplatz verteilt, dort können sich Besucher zusammenstellen.

Uwe Martin und Jochen Schauer schmücken den Schönen Brunnen und sorgen für ersten Weihnachtsflair. 

Uwe Martin und Jochen Schauer schmücken den Schönen Brunnen und sorgen für ersten Weihnachtsflair.  © Anna Franck, NN


Eine Bühne wird es aus Platzgründen nicht geben. Marco Studtrucker, Leiter der Veranstaltungstechnik der KKT, sorgt für die Beschallung des Areals durch Lautsprecher, die in ausgewählten Buden angebracht werden. Musikalische „Highlights“ seien geplant, erklärt Sabine Hahn, Anfragen an kleinere Musikgruppen, die in den Arkadenbögen auftreten könnten, laufen derzeit. Aus praktischen Gründen wird dieses Jahr auch auf Hackschnitzel verzichtet.


Glühwein und andere Heißgetränke würden aus ausgewählten, geeichten Keramikbechern gereicht, ist im Schutz- und Hygienekonzept der KKT zu lesen. Jeder Standbetreiber stelle sicher, dass benutzte Becher separat entgegengenommen werden und pro Tag nur einmal in Umlauf gelangen, sofern sie vor Ort nicht mit einer Gastronomie-Spülmaschine bei mindestens 60 Grad Celsius gereinigt werden können. Die Regelung am Neustädter Weihnachtsmarkt, bei dem ein eigenes mitgebrachtes oder dort erworbenes Gefäß wieder aufgefüllt wird – wir berichteten –, betrachtet Hahn skeptisch. Ein Verkäufer würde einen benutzten Becher nach dem anderen in die Hand nehmen und Viren und Bakterien stets weitertragen. Oder aber versuchen unter einer Plexiglaswand durchzuschenken und so einen Großteil verschütten.

Annelie Jacob bleibt Christkind

Sofern sich die Bestimmungen nicht ändern, soll der Weihnachtsmarkt von Freitag, 26. November, bis Sonntag, 19. Dezember, laufen. Aktuell werde mit einer Eröffnung samt Bürgermeister Jürgen Heckel und Christkind vom Rathaus-Balkon geplant. Letzteres wird zum fünften Mal in Folge Annelie Jacob verkörpern. Auf den Aufruf der KKT sei keine Bewerbung eingegangen, erklärt Hahn. Aufgrund der Ungewissheit habe man die Suche nicht intensiviert. Nun, da es einen Weihnachtsmarkt gibt, habe sich Jacob nochmals bereiterklärt, „Christkind auf Lebenszeit“, wie Hahn sie zitiert.


„Ich denke, dass das die Bürger schon mitmachen“, sagt Sabine Hahn, viele seien froh, wieder raus zu kommen. „Und ganz ohne Regeln geht es eben nicht.“

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