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Trotz Überschreitung der 100: Dürfen Schulen und Kitas offen bleiben?

Eine Entscheidung steht bislang noch aus - 26.02.2021 12:51 Uhr

Dürfen die Schüler im Kreis zurück in die Schule?

12.03.2015 © dpa


Noch gibt es keine Entscheidung bezüglich des Antrages des Landkreises beim Freistaat, dass die hiesigen Schulen und Kindertagesstätten trotz Überschreitung der 100er-Inzidenz geöffnet bleiben dürfen, erklärt Bastian Kallert, Pressesprecher am Landratsamt, auf WZ-Nachfrage. Man hoffe auf eine "zeitnahe Entscheidung", vielleicht am Wochenende.

Aufgrund der Überschreitung des Inzidenzwertes von 100 (Stand Freitag: 110,9) müssten ab Montag Schulen – ausgenommen die Abschlussklassen von Gymnasium und Berufsschulen – wieder in den Distanzunterricht und Kindertagesstätten in die Notbetreuung wechseln. Weil das Infektionsgeschehen im Kreis zum erheblichen Teil auf Ausbrüche in Einrichtungen wie einem Altersheim in Scheinfeld zurückzuführen sei, hatte der Kreis beim Freistaat einen Antrag gestellt, dass dieses Infektionsgeschehen unberücksichtigt bleibt und Schulen und Kitas geöffnet bleiben können.


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Man habe, erklärt Kallert, die Mitteilung erhalten, dass "das ganze über die Regierung auch beim Gesundheitsministerium ist und bearbeitet wird". Zum einen müsse man nun die Antwort abwarten, sollte sie negativ ausfallen, müsse man zudem die weitere Entwicklung der Zahlen und der Inzidenz abwarten, um einzuschätzen, wann dann wieder geöffnet werden dürfte.

Dies war auch Thema in der gestrigen Kreistagssitzung. Markt Erlbachs Bürgermeisterin und FWG-Kreisrätin D. Birgit Kreß zitierte aus einer Mail einer besorgten Mutter, die sie aktuell erhalten habe. Mails, wie sie auch nach eigener Aussage Landrat Helmut Weiß täglich bekommt.

Denn die Mutter hatte ihr Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass bei lokal eng begrenzten Ausbrüchen gleich im gesamten Landkreis Schulschließungen sein müssten. 


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Landrat Weiß hat hierfür vollstes Verständnis, deswegen der versuchte Weg über die Ausnahmegenehmigung, weil derzeit die Fälle in Altenheimem 30 bis 35 Prozent des Infektionsgeschehens im Landkreis ausmachten. Unterstützung fand Weiß beim Stimmkreisabgeordneten Hans Herold. "Fakt ist, dass wir langsam nicht mehr die Akzeptanz bekommen", sagte Herold. Auch er will sich dafür einsetzen, dass im vorliegenden Fall nicht gleich alles wieder schließen muss.

Auch Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt ist hier "ganz bei den Eltern". Sie hofft auf baldige Zulassung des Tests für Kinder. Denn: "Impfen, impfen, impfen und testen, testen, testen" sei der richtige Weg.

 

af

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