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Montag, 10.08.2020

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TVW-Volleyballer steigen in Regionalliga auf

Der Verband bietet TVW-Volleyballern einen Platz an. - 04.07.2020 18:00 Uhr

Marcel Geißbarth (in Weiß) freut sich auf die Regionalliga.

© Archiv-Foto: Frank Wiemer


"Das war echt nicht absehbar", erzählt Frühwirth, der zum Trainerstab der TVW-Volleyballer gehört. Aber in der vom Corona-Chaos geprägten Sommerpause gab es einige unvorhergesehene Entscheidungen in den Spielklassen über der Bayernliga, sodass am Ende ein Platz in der Regionalliga Süd-Ost übrig war. Der wurden den Kurstädtern angeboten, die seit drei Jahren in der Bayernliga Nord um Punkte spielen und die abgebrochene Saison 2019/20 auf Rang drei beendeten. Insgesamt steigen damit fünf Teams aus der zweigleisigen Bayernliga in Regionalliga auf.

Genau diese Fakten hätten auch mit für die Entscheidung gesprochen, den Schritt – der mittelfristig auf sportlichem Wege sowieso angepeilt war – zu wagen. Durch die fünf Aufsteiger gäbe es schon eine ganze Reihe an Teams, mit denen die Sechziger "auf Augenhöhe" wären, glaubt Frühwirth. Auch der dritte Platz zeige: "So weit weg sind wir nicht." Und selbst wenn man absteigen würde, falle man "nur" zurück in die Bayernliga.

Es gab viele Argumente abzuwägen, erzählt Mannschaftskapitän Marcel Geißbarth. Er sei, mit Blick aufs Ganze, eher dagegen gewesen, auch wenn er einer war, "der gesagt hat, persönlich würde es mich reizen". Letztlich habe ihn die Argumentation der Fürsprecher des Aufstiegs überzeugt und "ich freue mich auf jeden Fall".

"Sportlich gesehen ist es ein großer Schritt", schätzt Geißbarth, der aber mit Blick auf die teilweise bekannten Gegner zum Ziel Klassenerhalt sagt: "Das können wir auf jeden Fall schaffen." Xaver Frühwirth, der den Cheftrainer-Posten der Bayernliga-Mannschaft zur vergangenen Saison an Robert Auerochs abgetreten hatte, sieht das ähnlich und glaubt an die Mentalität der Spieler: Sie würden lieber die Herausforderung suchen, als "einen schwachen Gegner aus der Hallen zu schießen".

Das anvisierte Ziel, in der neuen Saison verstärkt Nachwuchsspieler ins Team einzubauen, bekommt eine Liga höher eine neue Note. Manch einer habe dafür die Bayernliga sinnvoller gehalten, erzählt Frühwirth. In den kommenden Wochen werde man genau hinschauen, wie sich die Youngsters im Training schlagen, betont Geißbarth, der den Nachwuchs aber zu motivieren weiß: "Also wenn ich 16 wäre und die Chance bekäme, würde ich mich reinhängen."

Höherklässig wäre möglich gewesen

Der heutige Kapitän war selbst einer, der schon mit 14 Jahren in der Ersten Mannschaft gelandet ist. Für Xaver Frühwirth stehe es außer Frage, dass Geißbarth auch höherklassig hätte spielen können. Aber der heute 26-Jährige blieb dem TVW stets treu. Umso mehr freue es Frühwirth, dass "Leute wie Marcel, die so viel Herzblut in den Verein stecken" nun in der Regionalliga ihr Können zeigen dürfen.

"Unheimlich stolz" zeigt sich auch TVW-Vorsitzender Fabian Mohr. "Das spricht für die einmalige Arbeit, die da geleistet wird", sagt er. Die Volleyball-Männer seien für ihn längst das "Aushängeschild der Stadt". Ab Herbst muss sich nun ganz Volleyball-Bayern mit dem Namen Bad Windsheim auseinandersetzen.

BASTIAN LAUER

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