Samstag, 29.02.2020

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Volleyball-Bayernliga Nord: Packend bis zum Schluss

Bayernliga-Volleyballer des TV 1860 Bad Windsheim nach Sieg über Memmelsdorf nun Zweiter. - 13.11.2019 09:38 Uhr

Die Hyänen (in Rot) siegen in der Bayernliga mit 3:1 gegen die Gäste aus Memmelsdorf.Foto: Frank Wiemer © Foto: fw


Wie Memmelsdorfs Spielertrainer Manuel Wolz tickt, war früh zu erkennen: Schon nach zwei Ballwechseln stürmte er das erste Mal zur Linie und gab Anweisungen, er sollte sich kaum noch beruhigen. TVW-Coach Robert Auerochs ist da der komplette Gegenentwurf. Besonnen, meist mit verschränkten Armen beobachtete er das Geschehen auf dem Feld und gab unauffällig seine Kommandos. Zu Spielbeginn hatte er diesmal etwas mehr zu tun. "Mir hat die Fokussierung ein wenig gefehlt", sagte er.

Aber ab dem 6:7 aus Windsheimer Sicht hatten sich die Gastgeber gefunden. Vor allem der Block war für die Memmelsdorfer kaum zu überwinden. Der TVW zog davon und Wolz griff das erste Mal in die Trickkiste. Bei 11:7 nahm er eine Auszeit und bei 13:8 gleich die nächste. Doch obwohl seine Anpassungen durchaus fruchteten, war nichts mehr zu retten. Mit 25:21 ging Satz eins an Bad Windsheim. Manuel Wolz gestikulierte in der Satzpause wild weiter. Der TV geriet in einen 0:4-Rückstand und bei 6:11 nahm Trainer Robert Auerochs seinerseits seine erste Auszeit.

Die Windsheimer kamen langsam heran und als Benjamin Wolff sein zweites Ass des Abends ins Feld donnerte, lagen sie erstmals vorne (16:15). Als dann Kapitän Marcel Geißbarth einen Ball nahe der Türe zu den Katakomben noch rettete und Wolff die Kugel anschließend zum 21:19 ins Feld knallte, standen die wieder gut und gerne 150 Zuschauer Kopf. Doch Memmelsdorf kämpfte.

Den ersten Satzball bei 24:23 verschenkten die Gastgeber. Nach einem wilden Gestocher am Netz war plötzlich der Gast vorne, leistete sich aber einen Aufschlagfehler (25:25). Dann setzte TVW-Zuspieler Johannes Marr alleine einen Monsterblock für den nächsten Satzball. Den wehrte Memmelsdorf ab und nun schleuderte Wolz seine Trainingsjacke weg. Den Punkt machte aber Bad Windsheim und als Wolz schon wieder vom Feld schlich, wechselte sich plötzlich auch Auerochs ein.

Beim 28:28 flog der Ball über das Netz in Richtung der Gastgeber, doch keiner der Spieler zuckte und das Spielgerät schlug mitten im Feld auf. Die Nervosität der Spieler war förmlich greifbar, sie zeigten sich in unglaublich vielen Aufschlagfehlern auf beiden Seiten, wobei Meyerhöfer bei 34:34 den letzten dieses Satzes ins Netz schlagen sollte. Denn auf die folgende Angabe der Memmelsdorfer reagierte Kollege Wolff statt mit den Händen mit dem Fuß. Ass. 36:34 für den SCM. Alles wieder offen.

Es blieb unruhig auf dem Feld, die Zahl der Fehler blieb nahe der Grenze des Erträglichen. Für Auerochs war diese Phase eine Bestätigung der Nervenstärke seiner Mannschaft. Außerdem hatte sie Kapitän Marcel Geißbarth in ihren Reihen, für den der Coach nicht genug lobende Worte finden konnte: "Er ist einfach überragend in allen Elementen, das hilft natürlich ungemein." Geißbarth verwandelte den Satzball zum 26:24. Die Memmelsdorfer waren gebrochen. Im vierten Satz lag der TV vorne und war nicht mehr aufzuhalten.

TV Bad Windsheim: Geißbarth, Marr, Küffner, Wolff, Hofmann, Subatzus, Meyerhöfer, Auerochs.

Bayernliga Nord

TV Bad Windsheim – SC Memmelsdorf3:1

TV Mömlingen – Burgweinting/Don.3:0

TSV Eibelstadt – VC Eltmann II0:3

1. VC Eltmann II5 5 0 15:2 12

2. TV Bad Windsheim 5 4 1 13:7 11

3. TSV Abensberg4 3 1 11:4 10

4. TV Mömlingen5 3 2 11:8 8

5. TSV Eibelstadt II6 3 6 11:12 8

6. TSV Lengfeld5 2 3 6:10 6

7. TSV Dinkelsbühl3 2 1 7:6 5

8. SC Memmelsdorf5 1 4 8:12 5

9. SC Memmelsdorf II5 1 4 6:14 3

10. Burgweinting/Donaustauf5 0 5 2:15 1

BASTIAN LAUER

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