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Donnerstag, 22.10.2020

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Volleyballer holen ersten Regionalliga-Punkt

Rasanter Krimi zwischen Bad Windsheim und Regenstauf - mit bitterem Ende für den TVW - 12.10.2020 10:00 Uhr

Beifall für den ersten Punktgewinn in der Volleyball-Regionalliga.

© Frank Wiemer


"Am Ende hat die bessere Mannschaft gewonnen", gab TVW-Coach Robert Auerochs direkt nach dem Zweieinhalb-Stunden-Drama zu, "ich kann und will aber überhaupt niemandem einen Vorwurf machen." Fast ebenso bitter wie die Pleite mit dem knappestmöglichen Abstand von zwei Punkten im Tiebreak war die Ernüchterung nach dem Drama: Duschen? War für die Sechziger weder erlaubt, noch möglich, da diese sowieso kaputt seien, hieß es. Und so ging es eben verschwitzt in den Kleinbus, knapp zwei Stunden heimwärts.

Von Beginn an hatten die Windsheimer "richtig Bock", wie Auerochs fand. Satz eins dominierten die Sechziger, Benjamin Wolff macht als Diagonalangreifer was er wollte und auch seine Mitstreiter punkteten fleißig. Nach dem 25:22 geriet das TVW-Team schnell in Rückstand. "Den konnten wir im ganzen Zweiten nie mehr aufholen", berichtet Zuspieler Johannes Marr. 20:25. Regenstauf zog gleich.

"Der Dritte war eine ganz enge Kiste", sagt Marr. Doch der TB/ASV zeigte seine Klasse. "Die waren von Außen bockstark – und am Netz beim Schmettern zu hoch, zu wuchtig." Im entscheidenden Augenblick reichte das, 25:23 für Regenstauf.

"30 Leutle" auf der Tribüne

Es blieb eng und hochklassig. "Von der Leistung her war es heute ein großer Schritt nach vorne", fand Auerochs. Die Auswechselbank des TVW machte dabei – Gästefans waren nicht erlaubt – mehr Stimmung als die "30 Leutle" vom Heimteam, die sich in die Halle verirrt hatten. Als es heiß wurde, lag wieder Regenstauf vorne. 24:22 – Matchball. Wolff behielt die Nerven, ehe Auerochs volles Risiko ging und Zuspiel-Talent Santiago Acosta brachte. Es ging auf. Acosta donnerte drei Sprungaufschläge rüber, der TVW-Block machte den Rest. Da war der erste Regionalliga-Zähler unter Dach und Fach. 26:24.

"Nicht verdummbeutelt"

"Im Tiebreak war alles drin", sagt Marr. "Da war alles möglich, es ging immer hin und her." Warum am Ende Regenstauf jubelte? "So wirklich wissen wir es nicht, wir haben wenig falsch gemacht", sagt Auerochs. "Wir haben es nicht verdummbeutelt."

TV Bad Windsheim: Geißbarth, Dachlauer, Wolff, Meyerhöfer, Marcus, Marr, Hofmann, Acosta.

STEFAN BLANK

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