2800 Besucher beim Markt der Genüsse

Von Museumsbier bis Äpfel: Endlich wieder Schlemmen im Freilandmuseum

11.10.2021, 15:40 Uhr
Nüsseknacken macht Spaß. Auch das war beim Regional-Markt der Genüsse im Fränkischen Freilandmuseum möglich.

Nüsseknacken macht Spaß. Auch das war beim Regional-Markt der Genüsse im Fränkischen Freilandmuseum möglich. © Gerhard Krämer, NN

Positiv waren nicht alle ob der notwendigen Kontrollen gestimmt. Manche hatten auch keine Lust auf das längere Warten und machten wieder kehrt, Einzelne beschwerten sich, wie zu erfahren war, auch telefonisch. Doch die etwa 2800 Besucher, die im Laufe des Tages ins Museum gingen, konnten im Museumsgelände an einem herrlichem Herbsttag ihren Aufenthalt genießen.

Das Warten hatte sich schon allein deshalb gelohnt, weil der Regional-Markt der Genüsse seinem Namen alle Ehre machte. Ob das süffige Museumsbier oder Bio-Weine zur Innendesinfektion des Körpers geeignet sind, konnte an den jeweiligen Ständen nicht abschließend geklärt werden, dass alles gut schmeckte, das war aber rasch geklärt. Den Reiz eines solchen Marktes macht natürlich auch das Probieren aus. Das war unter Einhaltung bestimmter Regeln wieder möglich.

Sehnlichst erwartet worden war auch der Pomologe Friedrich Renner. Einige Besucher hatten Äpfel zum bestimmen mitgebracht. Darunter könnte sich auch eine Rarität befunden haben: Renner ist sich noch nicht 100-prozentig sicher, aber es könnte ein seltener Edelborstdorfer sein. Der wächst dann in Jochsberg bei Leutershausen.

Während am Sonntag ein guter Tag von den Besucherzahlen her war, ist es keine Überraschung, dass die Zahlen heuer nicht mit denen der Vorjahre mithalten können. Von März bis Ende September wurden laut Museumsdirektor Dr. Herbert May 63.134 Besucher gezählt, 2020 waren es im gleichen Zeitraum 73.000 gewesen. Allerdings war das Museum auch jeweils einige Zeit geschlossen gewesen: 2020 vom 18. März bis 4. Mai und im zweiten Lockdown vom 3. November an. Eröffnet wurde wieder zum Saisonstart am 20. März. Auch danach gab es Auflagen, wie anfangs Maskenpflicht bei den Besuchern auf dem ganzen Gelände, die laut May bei vielen nicht gut ankamen. „Das gab riesige Probleme“, erinnert er sich an Besucherreaktionen. Masken auch draußen tragen zu müssen, hat „Unmut erzeugt“. Jetzt ist dies nur in den Häusern noch nötig.

Mit den Zahlen aus dem Vor-Corona-Jahr 2019 kann das Museum auch heuer nicht mithalten. Bis Mitte September waren damals bereits 122.200 Besucher gezählt worde, etwa doppelt so viele wie im laufenden Jahr. Allein am Wochenende des Marktes der Genüsse besuchten etwas mehr als 6000 Personen das Museum. Große und besucherstarke Veranstaltungen wie das Schleppertreffen konnte es heuer nicht geben. Das allein hatte 2019 an einem Wochenende 10.200 Besucher ins Freilandmuseum gelockt.

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