Weg für Europäisches Schullandheim ist frei

14.12.2010, 19:50 Uhr

Die Begründung der VGH-Entscheidung steht noch aus, die Verantwortlichen im Rathaus und beim Schullandheimwerk Mittelfranken freuen sich gleichwohl über die vorweihnachtliche Bescherung. Wie berichtet, hatte das Ehepaar Opelt Mitte Februar gegen den Freistaat Bayern, vertreten durch das Landratsamt Neustadt-Aisch, Klage wegen der vom Landratsamt erteilten Baugenehmigung für das Schullandheim erhoben. Das Verwaltungsgericht wies diese im Juni zurück, woraufhin die Kläger beim VGH Antrag auf Zulassung der Berufung stellten. Dass dieser Antrag nun abgewiesen wurde, versetzte Bürgermeister Ralf Ledertheil in Hochstimmung. „Ich bin heftig froh gestimmt“, teilte er gestern mit.

Den voreilig für den 16. April 2010 terminierten und dann wegen des zwischenzeitlich anhängigen Gerichtsverfahrens wieder abgeblasenen ersten Spatenstich für das Europäische Schullandheim will er so bald als möglich tätigen – „und wenn wir einen Presslufthammer brauchen“. Maximilan Gaul, der Vorsitzende des Schullandheimwerks Mittelfranken e. V. ist „froh, dass der VGH so schnell entschieden hat“ - und natürlich auch darüber, wie er entschieden hat. „Für uns ist das ein schönes Weihnachtsgeschenk“, freut er sich, treffen sich doch just heute Abend die Funktionäre des Schullandheimwerks zu ihrer Weihnachtsfeier. Für den symbolischen Akt des Spatenstiches sieht auch Gaul nun keinen Hinderungsgrund mehr, wenngleich es auf ein paar Tage hin oder her jetzt auch nicht ankomme.

„Verlorene Zeit“

Ohnehin gerate man nun in einen harten Winter hinein, und so ist Gauls Befindlichkeit nicht nur von der Freude über die aktuelle Entwicklung geprägt, sondern auch vom Bedauern ob der „verlorenen Zeit“, denn vor dem Frühjahr wird wohl nicht viel passieren.

Ohnehin müsse man nun die schriftliche Begründung des VGH zur Abweisung der Berufung abwarten, denn ohne diese werde das Kultusministerium seine noch ausstehende schriftliche Förderzusage wohl nicht geben, vermutet Gaul. Ohne abschließend gesicherte Finanzierung aber sei an eine Ausschreibung der insgesamt mit rund 5,8 Millionen Euro veranschlagten Baumaßnahme nicht zu denken. In einer ersten Reaktion auf die VGH-Entscheidung dankte Ralf Ledertheil gemeinsam mit Maximilian Gaul schriftlich „den Sponsoren, die uns in der ganzen Zeit die Stange gehalten haben“