Donnerstag, 25.02.2021

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Wieder Schnee in Franken: Das müssen sie beim Räumen und Streuen beachten

Kommune und Hausbesitzer haben Räum- und Streupflichten, Salz ist heuer sehr gefragt - 08.02.2021 11:45 Uhr

Derzeit kommt so viel Weiß vom Himmel wie lange nicht in der Region, Schnee schippen ist daher für viele Pflicht.

18.01.2021 © Foto: Hans-Joachim Winckler


Schön sind die weißen Flocken anzusehen, sie bringen aber auch Probleme und Verpflichtungen mit sich: teils erschwerte Wege zur Arbeit und für Grundstücksbesitzer die Verpflichtung zum Räum- und Streudienst.

Auch die Stadt hat vorgeschriebene Dienste. "Wir machen viel viel mehr als wir eigentlich müssten", stellt Joachim Gaube als Leiter der Stadtbetriebe klar. Was die Straßen angeht, seien 80 Prozent Service. Eine echte Verpflichtung zum Räumen gebe es für die Kommune innerorts nur, wenn eine Straße verkehrswichtig und gefährlich ist, also beispielsweise eine Steigung enthält. In Bad Windsheim falle ihm da auf Anhieb kein Beispiel ein. Außerorts sei es ähnlich: verkehrswichtig und besonders gefährlich. Viele Straßen sind es außerorts aber ohnehin nicht, für die die Gemeinden und nicht Landkreis oder Bund zuständig seien.

Gehwege räumen

Größer ist die gesetzliche Verpflichtung, was die Gehwege angeht. "Da kommen die Kommune und der Privatmann nicht raus", stellt Gaube klar. Vor 7 Uhr sollte das Räumen abgeschlossen sein, bis 20 Uhr ist dafür zu sorgen, dass die Gehsteige sicher sind. Mindestens etwa einen Meter breit sollte man freiräumen, mit Sand, Splitt oder Blähton bestreuen. Nach Möglichkeit kein Salz, erklärt Gaube. Die Satzung der Stadt mache da aber bei besonderer Glättegefahr eine Ausnahme. Auch wer als Hausbesitzer eine Straße ohne Gehweg vor der Türe hat, muss räumen: eine Gehbahn auf der Fahrbahn.

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Dieser Winter habe deutlich mehr Einsätze gebracht als die davor: Von den im Sommer eingelagerten 300 Tonnen Salz sei kaum noch etwas da, sagte Gaube gegenüber der WZ Ende Januar. Noch ist Salz vorhanden, wie aktuell von den Stadtbetrieben bestätigt wurde. 80 Tonnen wurden nachbestellt und teils bereits geliefert. Mitte Februar kommen noch einmal 50 Tonnen. Mittlerweile seien die Lieferzeiten laut Gaube lang geworden. Salz ist bundesweit gefragt. Am Ende des Winters kommen die Routen auf den Prüfstand, kündigt Gaube an: Fahrten hätten Fragen aufgeworfen, wo es von der Kommune aus sinnvoll ist zu räumen.

CLAUDIA LEHNER

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