Montag, 17.02.2020

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Windsheimer bei DSDS - Bohlen: "Höhepunkt des Grauens"

Roberto Abbadessa fliegt raus, will aber trotzdem weiter singen - 21.01.2020 15:00 Uhr

Der Bad Windsheimer Roberto Abbadessa hat bei der Casting-Sendung DSDS sein Können unter Beweis gestellt. Für die nächste Runde hat es nicht gereicht. © Foto: TVNOW/Stefan Gregorowius


 Mit einem breiten Grinsen betritt Roberto Abbadessa den Castingraum. Der Bad Windsheimer Strahlemann mit den italienischen Wurzeln mag es lässig, erzählt und lacht viel, studiert in Nürnberg Wirtschaftswissenschaften und hat eine Leidenschaft: das Singen. Nun hat sich der 19-Jährige bei RTL vor die Jury des Casting-Formates Deutschland sucht den Superstar (DSDS) – bestehend aus Oana Nechiti, Pietro Lombardi, Xavier Naidoo und Dieter Bohlen – gewagt.

Ursprünglich wollte er eine Freundin zur Teilnahme bewegen, kurzerhand hatte diese ihn im Juli vergangenen Jahres nach Absprache ebenfalls angemeldet. Im Vorcasting in München überzeugte er, sodass er schließlich für den 3. September 2019 zum Jury-Casting nach Füssen eingeladen wurde. Mit zwölf Begleitern reiste er an. "Um 12 Uhr war mein Termin, um 20 Uhr war ich tatsächlich dran", erinnert er sich im Gespräch mit der WZ. In der Zwischenzeit sollte er andere Kandidaten interviewen oder in einem Nebenzimmer die Darbietungen seiner Mitbewerber bejubeln oder ausbuhen. Eine von vielen Vorgaben des Senders, der den Teilnehmern unter anderem in einem Vertrag vorgebe, über was sie nicht mit der Außenwelt sprechen dürfen.

"Da war der Wurm drin"

Die Jury begrüßt Abbadessa fix mit der Ghetto-Faust und fordert Profitänzerin Oana Nechiti zum Tanzen auf: "Kannst du Cha-Cha-Cha?" Eine Frage, mit der er direkt Sympathiepunkte erntet, wie er vermutet. "So bin ich halt", sagt der 19-Jährige, lacht und zuckt mit den Achseln. "Sissy That Walk" von RuPaul heißt das Lied, mit dem er die Jury überzeugen will. Bohlen, ohnehin für seine Sprüche bekannt, formuliert den Titel kurzerhand in "Sissy, der Wurm" um. "Da war der Wurm drin", resümierte Bohlen im Anschluss.

"Die ersten zehn Sekunden waren gut", sagt Abbadessa im Hinblick auf seine Darbietung, danach habe er nachgelassen. "Ja, ich hab es verkackt", gibt Abbadessa offen zu. Als "Höhepunkt des Grauens" bezeichnet Bohlen seine Leistung. "Grauen ja, aber Höhepunkt... da gab es schon schlechtere Kandidaten", meint Abbadessa. Generell sei das Jury-Urteil "krasser" dargestellt worden, als es war. Die netten Aussagen seien weggelassen worden. Andere Szenen seien ebenfalls unglücklich geschnitten worden. Genau davor hatte der 19-Jährige im Nachgang Angst. Einige Fehler seien dennoch passiert – so arbeitet er beispielsweise nicht in der Franken-Therme, sondern im Restaurant Salza.

Irgendwann will er zu "Let's Dance"

Das Jury-Urteil ließ ihn zunächst an seinem Talent zweifeln. Nachdem er aber zahlreiche Nachrichten auf Plattformen wie Facebook und Instagram von fremden Menschen erhalten hatte, machte ihm das Mut. Sogar als Sieger der Herzen wurde er betitelt. Das habe ihm gezeigt: Ich kann doch etwas.

Etwas peinlich sei ihm sein Auftritt schon. Als er erfuhr, dass er ausgestrahlt wird, habe er sich gedacht: "Okay, jetzt brauche ich eine Gesichtsoperation und einen neuen Pass." Stolz ist Roberto Abbadessa trotzdem. Jeder, der kritisiert, solle es erst selbst besser machen. Auf der Straße werde er bereits hin und wieder erkannt. Mit etwas Abstand betrachtet, schließt er zudem nicht aus, sein Glück erneut zu versuchen. Die Basis sei da. Und schließlich sei sein Ziel, irgendwann bei der Show "Let’s Dance" mitzumachen.

ANNA FRANCK

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