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Samstag, 24.08.2019

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Akute Einsturzgefahr: Bauordnungsamt schließt das "Sound-n-Arts"

Stadt Bamberg untersagt mit sofortiger Wirkung den Betrieb des Music-Clubs - 01.08.2019 13:48 Uhr

Erste Maßnahmen zur Gebäudesicherung sind bereits sichtbar. © Frank Märzke


"Das Gebäude befindet sich in einem derzeit nicht mehr stabilen Zustand", führt Stenglein weiter aus. Deshalb hat das Bauordnungsamt gegenüber dem Pächter des Kellerlokals eine Nutzungsuntersagung mit Sofortvollzug ausgesprochen. Dies dient in erster Linie der Abwehr einer erheblichen Gefahr für Leben und Gesundheit.

Ein statisches Gutachten, welches der Stadt Bamberg seit Dienstag vorliegt, belegt, dass sich das Gebäude in der Oberen Sandstraße in einem kritischen Zustand, was die Standsicherheit angeht, befindet. Der Grund dafür ist in der Entnahme tragender Bauteile, wie etwa Deckenbalken, Geschosswände oder Innenwände, die zur Stabilisierung zwingend notwendig sind, zu finden.

Gefahr für Leib und Leben

Das "Sound-n-Arts" in Bambergs Oberer Sandstraße muss wegen akuter Einsturzgefahr des Gebäudes vorerst schließen. © Frank Märzke


"Ein Aufhalten von Personen im Gefahrenbereich wäre bei dem jetzigen Zustand des Gebäudes absolut fahrlässig. Es besteht Gefahr für Leib und Leben", führt der Leiter des Bauordnungsamtes in der Pressemitteilung der Stadt weiter aus. Deshalb müsse der beliebte Music-Club bis zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen geschlossen werden. Derzeit lässt das Bauordnungsamt im Detail prüfen, welche Sanierungsmaßnahmen erforderlich sind und in welchem Umfang damit eine Sperrung der Oberen Sandstraße zur Absicherung des öffentlichen Raums am Gebäude und/oder die Errichtung einer Notabstützung erforderlich ist.

"Die Verwaltung wird die Situation analysieren und dementsprechende Maßnahmen festlegen, die zur Sicherheit erforderlich sind", sagt auch Bambergs Bürgermeister und Kulturreferent Dr. Christian Lange. Weiterhin betont er: "Dabei achten wir darauf, dass die Eingriffe für die Anwohner und Besucher in der Oberen Sandstraße so gering wie möglich sind." 

Benjamin Strüh

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