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Automobilzulieferer Brose will 2000 Stellen abbauen

Als Grund nennt das Unternehmen unter anderem den Wandel in der Automobilindustrie - 17.10.2019 11:19 Uhr

Weniger Personal und Verlagerung der Arbeiten in Niedriglohnländer, damit will der Automobilzulieferer Brose künftig mehrere Hundert Millionen Euro einsparen. Von dem Stellenabbau sind auch die bayerischen Werke in Bamberg, Coburg, Hallstadt und Würzburg betroffen. Das Werk in Wuppertal, in dem Schließsysteme gefertigt werden und in dem aktuell rund 200 Mitarbeiter beschäftigt sind, soll verlagert werden.

In den Werken Coburg, Würzburg, Hallstadt und Berlin werden insgesamt rund 600 Arbeitsplätze wegfallen - insgesamt sollen es in Deutschland aber sogar rund 2000 Stellen sein, die gestrichen werden, heißt es von dem Unternehmen. Betriebsbedingte Kündigungen wolle die Geschäftsführung aber weitgehend vermeiden, so Brose in der Mitteilung weiter. Dafür wird aber die Zahl der Auszubildenden ab dem kommenden Jahr um zehn Prozent reduziert.

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Als Grund für die Maßnahmen nennt das Unternehmen den Wandel der Automobilindustrie, einen rückläufigen Markt insbesondere in China, den globalen Preisdruck sowie interne Ursachen. Die steigenden Personal- und Arbeitskosten würden zudem die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland gefährden.


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In Zukunft will das Unternehmen deswegen verstärkt auf den Softwarebereich setzen sowie Verwaltung und Produktion digitaler machen. Ulrich Schrickel, Geschäftsführer des Bereiches Tür, leitet das sogenannte Future-Brose-Programm: "Die aktuelle Lage ist nicht einfach, wir blicken jedoch optimistisch in die Zukunft. Mit dem Programm stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig und werden mit intelligenten, vernetzten Produkten neue Komforterlebnisse für unsere Kunden schaffen."

Brose ist ein Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Coburg. Das Unternehmen produziert unter anderem mechatronische Komponenten und Systeme für Fahrzeugtüren.

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ankl

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