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Dienstag, 31.03.2020

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Berliner Ring: Großbaustelle bremst Verkehr in Bamberg

Ausbau an der Kreuzung Berliner Ring/Münchner Ring beginnt bald - 27.02.2020 15:42 Uhr

An dieser Stelle wird bald gebaut, Autofahrer müssen mit Behinderungen rechnen. © Staatliches Bauamt Bamberg


Für Ines Schellmann, Verkehrsexpertin der Bamberger Polizei, ist der Straßenabschnitt zwischen der Geisfelder Straße und der Abzweigung des Münchner Rings ein Unfallschwerpunkt. Hier kommt es immer wieder deshalb zu Auffahrunfällen, weil die Rechtsabbiegespur kurz und die Vorfahrtsregelung auf den ersten Blick unübersichtlich sind. Insofern ist es der Polizei ein großes Anliegen, den Umbau so schnell wie möglich vorzunehmen.

Was ist geplant?

Die Einmündung des Münchner in den Berliner Ring wird umgebaut, weil die beiden Straßen rund 50 Jahre nach dem Bau am Ende ihrer Lebenszeit angekommen sind. Ziel dabei ist es, den Unfallschwerpunkt damit zu beseitigen und die Straßenkreuzung an die gestiegenen Fahrzeugfrequenzen anzupassen.

Geplant sind:

  • Verbreiterung der Spuren um 20 Zentimeter
  • Verstärkung der Asphaltdecke von 17 auf 26 Zentimeter
  • Schaffung einer verlängerten Abbiegespur für die Rechtsabbieger in den Münchner Ring
  • Drückampel für Radfahrer und Fußgänger
  • Barrierefreie Übergänge

Ausbauzeiten

Blick auf den Berliner Ring von Süden aus kommend. © Staatliches Bauamt Bamberg


Der Ausbau soll in bis zu acht Bauphasen, die sich über die verkehrsärmeren Pfingst- und Sommerferien erstrecken, erfolgen. Dabei bleibt, bis auf eine Zeitspanne von wenigen Wochen, eine Spur immer frei. Für die kurze Zeit der Vollsperrung werden die Autofahrer großräumig über die Forchheimer Straße umgeleitet.

Kosten

Harald Thiele (Staatliches Bauamt Bamberg) rechnet mit knapp drei Millionen Euro Kosten. Diese teilen sich Staat und Stadt. Den größeren Anteil von bis zu zwei Millionen trägt der Freistaat. Die Stadt zahlt 750.000 Euro.

Kritik

Grünes Bamberg äußert Kritik. Christian Hader gibt zu bedenken, dass für die Verbesserung des Fahrradverkehrs nur 400.000 Euro ausgegeben werden, während nächstes Jahr fünf Millionen Euro in den Bau der Buger Brücke und drei Millionen in die Stadtautobahnen im Süden flössen. Außerdem sieht er Gefahren in der neuen Rechtsabbiegespur am Berliner Ring, da diese den Radverkehr ausbremse: "Wer den Münchner Ring überqueren will, muss mehrfach stoppen."

Helke Jacob

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