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Energiewende in Bamberg: Erste stationäre Brennstoffzelle geht an den Start

Kooperation der Stadtwerke Bamberg und Bosch - 29.03.2021 21:10 Uhr

Eine mit Erdgas betriebene, stationäre Brennstoffzelle kommt am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Bamberg zum Einsatz.

30.03.2021 © Stadtwerke Bamberg


Wenn es darum geht, energieeffiziente Technologien im Kampf gegen den Klimawandel zu entwickeln, ist die Brennstoffzelle Gegenstand nahezu jeder Diskussion. In einer Brennstoffzelle reagiert beispielsweise Wasserstoff aus Erdgas mit Sauerstoff. Dabei entstehen Wasser, Strom und Wärme.


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Eine solche mit Erdgas betriebene Brennstoffzelle kommt nun am zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Bamberg zum Einsatz. Die zwei Meter hohe kühlschrankgroße Anlage erzeuge so viel Strom, dass damit der Strombedarf von mehr als 20 Vier-Personen-Haushalten im Stadtquartier um den Busbahnhof gedeckt werden könne, berichten die Stadtwerke Bamberg in einer Pressemitteilung.

Wichtiger Bestandteil der Energiewende?

Zudem greift eine Bäckerei am Busbahnhof zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung auf den produzierten Strom zurück. "Der dezentralen Energieversorgung kommt mit der Energiewende eine große Bedeutung zu. Die stationäre Brennstoffzelle ist hervorragend für den Ausbau der lokalen Strom- und Wärmeversorgung in Stadtquartieren geeignet", so Dr. Wilfried Kölscheid, verantwortlich für die stationäre Brennstoffzelle bei Bosch.

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Diese stationäre Brennstoffzelle könne einen Wirkungsgrad von 60 Prozent für die Stromerzeugung und 85 Prozent bei zusätzlicher Wärmenutzung vorweisen und sei damit anderen Energiewandlern gleicher Größe deutlich überlegen.


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Ein Nachteil des Wasserstoffs ist die energieaufwändige Herstellung. Da der dazu benötigte Strom in Deutschland noch weit davon entfernt ist, komplett nachhaltig zu sein, ist die CO2-Bilanz noch ausbaufähig.

CO2-Einsparung von 40 Prozent

Mit Wasserstoff würden keine direkten CO2-Emissionen mehr anfallen. SOFC-Anlagen könnten somit aus der Sicht der Stadtwerke eine nachhaltige Alternative darstellen, die Energieversorgung nachhaltig sicher zu stellen. Insbesondere für Städte und Ballungszentren mit hohem Energiebedarf sei dies interessant. Eine Cloud zur Beobachtung und Weiterentwicklung kommt ebenso zum Einsatz.

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Nach den Angaben der Stadtwerke ist die SOFC-Anlage heute schon geeignet für Wasserstoff. Die Einsparung von CO2-Emissionene soll im Vergleich zum Strom-Mix in Deutschland selbst beim Betrieb mit Erdgas bei etwa 40 Prozent liegen.

Bosch investiert dreistelligen Millionenbetrag

Die Stadtwerke wollen das Innovationslabor (InnoLab) regelmäßig für interessierte Gäste öffnen, sobald es die gesundheitliche Lage wieder zulässt. ExpertInnen und Unternehmen sollen dann Rede und Antwort stehen. Einen virtuellen Blick in das Labor gibt es hier.

Bis Ende 2024 plant Bosch, einen dreistelligen Millionenbetrag in die stationäre Brennstoffzelle zu investieren und SOFC-Anlagen unter Real-Bedingungen zu erproben. Mehr als 20 SOFC-Pilotanlagen sind aktuell an den Bosch-Standorten wie etwa Homburg, Renningen, Schwieberdingen, Feuerbach und Wernau in Betrieb.

Felix Schwarz

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