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Göller bestätigt: Frensdorferin erneut Landesbäuerin

Anneliese Göller will Landwirtschaft "in Mitte der Gesellschaft verankern" - 28.04.2017 18:54 Uhr

Die Landfrauen wollen Werte vermitteln und das Leben auf dem Land lebendig halten. An ihrer Spitze steht erneut Anneliese Göller, sie ist Bayerns alte und neue Landesbäuerin. © dpa


Die 60-jährige Bäuerin aus Oberfranken wurde am Freitag in Herrsching am Ammersee mit großer Mehrheit bestätigt. Sie ist seit 2012 im Amt. "Ich möchte die Landwirtschaft wieder in der Mitte der Gesellschaft verankern", sagt Göller. Zwischen der allgemeinen Vorstellung von der Landwirtschaft und der Realität herrsche eine große Kluft, die es zu überwinden gelte. Sie will sich in den nächsten fünf Jahren um die Belange der Frauen in der Landwirtschaft, um Ernährungsaufklärung und um die Zukunftsgestaltung auf den Dörfern kümmern. "Es ist ganz wichtig, dass wir eine gut funktionierende Landwirtschaft haben - nur dann gibt es einen funktionierenden ländlichen Raum."

Die Landfrauen setzen auch beim Nachwuchs an. Unter dem Motto "Landfrauen machen Schule" holen sie Kinder auf die Höfe, um ihnen Landwirtschaft nahezubringen. Zuletzt hatten sich die Bäuerinnen dafür eingesetzt, die Themen Alltagskompetenzen und Lebensökonomie als fächerübergreifenden Unterrichtsgegenstand an den Schulen festzuschreiben. "Ich denke, da hatten wir in der letzten Wahlperiode einen tollen Erfolg", sagt Göller. Die Lehrpläne würden umgestellt. "Das ist in Bewegung, und die Landfrauen begleiten den Prozess."

Göller, gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau und staatlich geprüfte Hauswirtschafterin, bewirtschaftet mit ihrem Mann im Landkreis Bamberg einen Ackerbaubetrieb. Von den vier erwachsenen Töchtern haben zwei eine landwirtschaftliche Ausbildung, eine wird den Hof übernehmen. "Ich denke, wir haben den Beruf Landwirtschaft gut vorgelebt."

Auch in der Ausbildung engagiert sich Göller mit ihrem Mann. Auf ihrem Hof haben zahlreiche Lehrlinge die Ausbildung durchlaufen, darunter viele Frauen. Schwere Arbeit im Stall und auf dem Feld wird vielfach von Maschinen übernommen. "Die moderne Technik ist nicht nur was für den Mann, sondern die kann eine junge Frau genauso bedienen." 

dpa

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