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Kapitän rammt mit Passagierschiff Damm bei Bamberg

Hoher Schaden - Insgesamt 70 Personen an Bord, aber keine Verletzten - 20.07.2018 14:56 Uhr

Diese Schifffahrt vergessen die Passagiere bestimmt nicht so schnell. Menschliches Versagen resultierte am Freitagmittag in einem demolierten Damm und einem zerkratzten Schiffsrumpf. Der Kapitän eines mit 70 Personen besetzten, 110 Meter langen Passagierschiffs setzte sein Gefährt frontal mit dem Kiel gegen den Trenndamm der Schleuse Viereth bei Bamberg.

Der 71-jährige Kapitän wollte ursprünglich zu Tal in die Schleuse Viereth einfahren. Deswegen schaltete er bei der Einfahrt in den Vorhafen der Schleuse die Steuereinrichtung seines circa 1800 Tonnen schweren Schiffs vom Innenfahrstand auf den Außenfahrstand um. Zumindest dachte er das: Aufgrund einer Fehlbedienung der Bordelektronik fand der Wechsel der Steuerung nie statt.

Als der Kapitän sein Missgeschick bemerkte, war es bereits zu spät. Trotz eines sofort eingeleiteten Notmanövers rammte das Schiff den Stoßschutz des Trenndammes. Am Fahrgastkabinenschiff entstand dabei nur Blechschaden. Verletzt wurde von den Passagieren und der Besatzung niemand. Der Stoßschutz allerdings wurde vollkommen zerstört, was laut der Wasserschutzpolizei eine enorme Schadenshöhe mit sich bringt. Genauer beziffern konnten sie den Schaden zunächst nicht.

Die Wasserschutzpolizei Bamberg hat die Ermittlungen aufgenommen. Den Schiffsführer erwartet nun ein Bußgeldverfahren.


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