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Landratswahl im Landkreis Bamberg: Kalb gewinnt Stichwahl

Amtsinhaber ging gegen Bundestagsabgeordneten in die zweite Runde - 29.03.2020 20:58 Uhr

Andreas Schwarz (SPD) und Amtsinhaber Johann Kalb (CSU) traten am 29. März in der Stichwahl gegeneinander an.

© privat/privat


Bei den diesjährigen Kommunalwahlen in Bayern, bei denen auch die Kreistage und die meisten Landräte in ganz Bayern neu gewählt wurden, ging es bei der Wahl um den OB-Posten in Bamberg in die nächste Runde. Aber auch im Landkreis Bamberg bei der Wahl zum Landrat kam es zur Stichwahl zwischen Amtsinhaber Johan Kalb (CSU), der mit 39.097 Stimmen und somit 49,46 Prozent der Wählerstimmen die absolute Mehrheit knapp verpasst hat, und dem SPDler und Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz (22,90 Prozent; 18.103 Stimmen). Hier finden Sie den Ausgang der Stichwahl und die Besetzung des Kreistags.

Kommunalwahl 2020: Stichwahl bei der Landratswahl im Landkreis Bamberg


Nicht in der Stichwahl: Bruno Keller (FW): 10,97%, Bernd Fricke (Grüne): 10,93%, Tobias Sieling (ÖDP): 3,63%, Marco Strube (FDP): 2,12%

Die Kreistagswahl 2020

38,88%

13,15%

13,09%

11,91%

8,47%

8,05%

2,56%

2,45%

1,45%

CSU
GRÜNE/AL
SPD
FREIE WÄHLER/ÜWG
BBL
AfD
FDP
ÖDP/Parteifreie
DIE LINKE/OL

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Die Ergebnisse der Landkreiswahl 2014

Bei der vergangenen Landratswahl im Landkreis Bamberg konnte sich Johann Kalb mit 56,66 Prozent durchsetzen. Der CSU-Politiker und Rechtsanwalt trat damit die Nachfolge von Landrat Günther Denzler (CSU) an. Seine Gegenkandidaten waren der Sozialdemokrat Heinz Jung (15,01 Prozent), Bruno Keller (Freie Wähler/ÜWG), Helga Bieberstein (GRÜNE/GAL) sowie Richard Kaiser (ÖDP/Parteifreie) und Liebhard Löffler (FDP). Einen Überblick über die Ergebnisse der vergangenen Landratswahl und die Kandidatensteckbriefe finden Sie hier.


Das waren die Kommunalwahlen 2014


Der Kreistag setzt sich seit 2014 wie folgt zusammen: Die CSU hat 27 Sitze und stellt somit mit deutlichem Abstand die größte Fraktion. Darauf folgen die SPD mit 10 Sitzen, die ÜWG mit acht Sitzen und der Bürgerblock mit 7 Sitzen. Die restlichen Sitze entfallen auf die Grünen (5 Sitze), die ÖDP (2 Sitze) und die FDP (1 Sitz).

Was machen Landrat und Kreistag?

Der Kreistag verwaltet einen Landkreis und setzt sich aus Kreisräten und einem/einer Vorsitzenden - dem Landrat/der Landrätin - zusammen. In den Aufgabenbereich dieses Gremiums fallen Entscheidungen, die über eine einzelne Gemeinde oder Stadt hinausgehen. Dazu zählen beispielsweise der Betrieb von Kreiskrankenhäusern, die Instandhaltung von Kreisstraßen, der öffentliche Nahverkehr oder die Abfallentsorgung.

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Wie bei Gemeinde- und Stadträten auch, entscheidet die Größe des Landkreises über die Zahl der Kreisräte. Landkreise mit weniger als 75.000 Einwohnern haben 50 Kreisräte. Bei bis zu 150.000 Einwohnern sind es 60 und bei allem, was darüber liegt, 70.

Der Landrat leitet die Sitzungen des Kreistages, vollzieht dessen Beschlüsse und vertritt den Landkreis. Er wird ebenfalls für sechs Jahre gewählt. Im gesamten Freistaat gibt es 71 Landräte.

Was die Wahlergebnisse bedeuten

Die Sitzverteilung erfolgt in allen Kreis- und Gemeinderäten nach dem Berechnungsverfahren nach Sainte-Laguё/Schepers. Landrat wird, wer die Mehrheit der abgegebenen Stimmen erhält.


Hier finden Sie weitere Informationen zur Landrats- und Kreistagswahl


Es kann auch zu einer Stichwahl kommen, wenn kein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der Stimmen, auf sich vereinen kann. In diesem Fall treten die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen ein zweites Mal gegeneinander an. Stichwahlen sind generell nur für Bürgermeister, Oberbürgermeister und Landräte möglich.

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Felix Schwarz, end

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