Betreiber kooperiert mit Staatsanwaltschaft

Nach Beschlagnahmung: CBD-Automaten in Oberfranken wurden abgebaut

Hans Böller
Hans Böller

Redakteur der Nürnberger Nachrichten

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22.9.2021, 15:52 Uhr
Cannadibiol ist ein Bestandteil der weiblichen Hanfpflanze.

 

 

Cannadibiol ist ein Bestandteil der weiblichen Hanfpflanze.     © Matt Masin/dpa

Die beiden Automaten in Bamberg und Strullendorf sind nun vom Betreiber abgebaut worden, "freiwillig", wie die Staatsanwaltschaft Bamberg betont. Die Firma aus Gerolzhofen, erklärt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage, kooperiere mit der Behörde, die den Inhalt der Automaten am 10. September hatte beschlagnahmen lassen.

Es bestehe ein Anfangsverdacht wegen des Handels mit Betäubungsmitteln, so Staatsanwalt Alexander Baum am Mittwoch. Die Substanzen werden nun von der Polizei geprüft. "Die Ware wird untersucht, das Ergebnis wird voraussichtlich erst in einigen Wochen eingehen", so Baum.

Legal - oder nicht?

Seit gut zwei Jahren gibt es die Automaten mit CBD-Produkten, daraus wurde ein erfolgreiches Geschäftsmodell. CBD steht für Cannadibiol, einen Bestandteil der weiblichen Hanfpflanze, und wirkt anders als das psychoaktive Tetrahydrocannabinol (THC) nicht berauschend.

Es soll schmerzlindernde und beruhigende Eigenschaften haben. Die medizinische Wirkung ist allerdings nicht bewiesen. Laut Betäubungsmittelgesetz dürfen CBD-Produkte aus Hanfpflanzen mit einem THC-Gehalt unter 0,2 Prozent frei verkauft werden, als Öle, Cremes oder Salben.

Ermittlungen in vielen Städten

Weil immer wieder Produkte auftauchen, die diesen Grenzwert überschreiten, kam es in vielen Städten zu Ermittlungen. Der Reinstoff Cannabidiol unterliegt, anders als THC, keinen betäubungsmittelrechtlichen Regelungen.


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