Nach neuem Beben: Fränkisches Ärzteteam operiert bereits

12.5.2015, 14:11 Uhr
Viele Bewohner Nepals trauen sich nicht mehr in ihre Häuser aus Angst vor einem erneuten Beben.

Viele Bewohner Nepals trauen sich nicht mehr in ihre Häuser aus Angst vor einem erneuten Beben. © dpa

17 Tage nach dem verheerenden Erdbeben westlich der Hauptstadt Kathmandu mit über 8000 Todesopfern erschütterte ein erneutes Beben den Himalaya-Staat. Nach Informationen des Deutschen Geoforschungszentrums in Potsdam begann das Beben um 7:05 Uhr und hatte eine Stärke von 7.2, bei einer Tiefe von 15 Kilometern. Das Epizentrum des großen Nachbebens lag nur wenige Dutzend Kilometer östlich von Kathmandu, nahe der Grenze zu China.

Das Hilfsteam aus Bamberg von "FriendCircle WorldHelp" um den Chirurgen Michael Dykta war am Samstag 9. Mai 2015 von Nürnberg aus aufgebrochen, um über Delhi und Bihar nach Nepal zu gelangen. Aktuell befindet es sich in der indischen Grenzstadt Raxaul, etwa drei Autostunden von Kathmandu entfernt. Alexandra Schmitz erlebte ihr erstes Erdbeben in Motihari und beschreibt alles habe "heftig gewackelt".

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Die "Nepalhilfe im kleinen Rahmen" aus Cadolzburg, entsendet drei Ärzte aus Zirndorf, Fürth und Nürnberg nach Nepal. Der Abflug nach Kathmandu vom Flughafen Nürnberg war am 11. Mai 2015 11:30 Uhr. © Alexander Mayer

Nach Kontaktaufnahme um 9:20 Uhr kann ihr Ehemann Frank Schmitz berichten, dass alle Teammitglieder wohlauf sind. Trotz der neuen Erschütterungen soll die Grenzüberschreitung nach Nepal am Mittwoch stattfinden. Derzeit werden noch Hilfsgüter verpackt. Auch der zweite Teil des zehnköpfigen Teams wird wie geplant am 21. Mai nachkommen, um den Menschen in Nepal zu helfen.

Auch drei Ärzte aus Nürnberg, Fürth und Zirndorf vor Ort

Aufatmen kann auch Manfred Losert, erster Vorsitzender von "Nepalhilfe im kleinen Rahmen" aus Cadolzburg. Auch diese Organisation hatte drei Ärzte aus Zirndorf, Fürth und Nürnberg nach Nepal geschickt. Das Ärzteteam hat das neue Beben am Dienstag ebenfalls unbeschadet überstanden.

"Alle drei operieren schon", sagt Losert, der Kontakt zu Hans Klingelmann hält. Der Schriftführer des Vereins begleitet die Mediziner und will – falls möglich – in die Berge aufbrechen, um die Schäden an den Schulen zu inspizieren. Da das Krankenhaus keine staatliche Unterstützung erhält, helfen die Cadolzburger mit 5000 Euro.

Gespendet werden kann an:

Friendcircle Worldhelp e.V.
IBAN: DE27770500000302304159
SWIFT-BIC: BYLADEM1SKB

Informationen unter www.friendcircle-worldhelp.org/de oder per Telefon unter der Nummer 0951 2 57 67.

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