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Radeln in Bamberg: Bürgerbegehren siegt im Radentscheid

Bundesweiter Erfolg: Initiative erreicht ihr Ziel - Pläne für sichereres Radfahren - 23.01.2018 10:56 Uhr

Mit dem Erfolg des ersten Radentscheids in Bamberg ist nun der Weg frei für einen sicheren Fahrradverkehr in Bamberg. © dpa


Zwei Jahre ist die erste Idee her, ein Jahr später gelangte sie an die Öffentlichkeit und vor knapp einem halben Jahr konnte das Bürgerbegehren Radentscheid bereits etwa 9000 Unterschriften vorweisen - was es bis dato zum erfolgreichsten Bürgerbegehren der Stadt Bamberg macht. Die Initiatoren Andreas Irmisch und Christian Hader wollten mit ihrer Idee zu einem "sicheren Miteinander" aufrufen und die Verhältnisse für den gestiegenen Radverkehr in der Domstadt verbessern.

Zehn Ziele für sichereres Radfahren

"Radfahren ist gesund, schont das Klima, bringt schnell ans Ziel, braucht wenig Platz und verursacht weder Lärm noch Abgase", so der Wortlaut auf der Homepage der Verantwortlichen. Vermisst wurde der "politische Willen, sich für eine kinder- und seniorengerechte Radinfrastruktur einzusetzen, für mehr Sicherheit im Verkehr, für ein noch lebenswerteres Bamberg".
Die Initiative Radentscheid Bamberg orientierte sich an dem Vorbild aus Berlin und setzte zehn Punkte für eine fahrradfreundlichere Stadt auf. Zu diesen Zielen zählten unter anderem die Erschließung neuer Fahrradstraßen, fahrradgerechte und -sichere City- und Schulwegrouten sowie neue Fahrradstellplätze und mehr Schutz für Radfahrer an vielbefahrenen Hauptstraßen.

Erfolgreichstes Bürgerbegehren

Mit den beinahe erreichten 9.000 Unterschriften wurde die benötigte Anzahl von 3.300 Stimmen (6% der wahlberechtigten Bevölkerung) um Längen überboten und das Bürgerbegehren gilt damit als gewonnen - für die Initiative und alle dahinterstehenden Gruppen, Vereine, Organisationen und Einzelpersonen ein "fantastischer Erfolg".

Große Pläne für die kommenden Jahre

Nachdem die Verhandlungen zwischen der Stadt Bamberg und der Initiative Radentscheid Bamberg zunächst gescheitert waren, hat ein nochmaliges Gespräch unter Einbindung der Stadtratsfraktionen am vergangenen Donnerstag nun den Durchbruch gebracht. Der Bamberger Stadtrat will demnach in Abstimmung mit den Initiatoren des Begehrens in seiner nächsten Vollsitzung am 31. Januar 2018 mehrheitlich nicht nur die sieben zulässigen Ziele des erfolgreichen Begehrens, sondern darüber hinaus auch ein "Maßnahmenpaket 2018", ein Leuchtturmprojekt für 2019 und eine Finanzierungsgrundlage für die kommenden Jahre beschließen.

Zufriedenheit und Tatendrang bei den Initiatoren

Christian Hader und Andreas Irmisch, zeigen sich ob der nun stattgefundenen Entwicklung hochzufrieden: "Das bedeutet nicht nur den faktisch gewonnenen Bürgerentscheid, sondern gleichzeitig die Umsetzung erster Maßnahmen in 2018", freut sich Hader. Andreas Irmisch ergänzt, dass es ein Erfolg der Initiative sei, dass darüber hinaus nun mit rund 180.000 Euro in diesem Jahr beinahe viermal so viel Finanzmittel wie 2017 für die Förderung des Radverkehrs zur Verfügung stehen.
Die beiden Initiatoren freuen sich auf das "gemeinsame Anpacken" des Projekts mit Oberbürgermeister Andreas Starke und der Stadt Bamberg  und kündigen an, die Umsetzung der geplanten Ziele mit viel Engagement zu begleiten - um zukünftig noch "schneller in die Pedale zu treten". 

Katja Kiesel

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