Standort festgelegt: Brose Arena wird Corona-Impfzentrum

23.11.2020, 16:41 Uhr
Ab dem 15. Dezember das neue Impfzentrum: die Brose Arena in Bamberg.

Ab dem 15. Dezember das neue Impfzentrum: die Brose Arena in Bamberg. © Frank Märzke

Jetzt ist es also soweit: Am Wochenende legten sich Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) und Johann Kalb (CSU) auf ein gemeinsames Impfzentrum fest. Vom 15. Dezember 2020 bis zum 31. März 2021 sollen im Foyer der Brose Arena in Bamberg Impfungen gegen das Corona-Virus stattfinden. Ab dem ersten April 2021 löst der Sportpark Bamberg an der Breitenau die Brose Arena als Impfzentrum ab.


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"Konstruktive und konzentrierte Verhandlungen mit allen Beteiligten haben dies so schnell möglich gemacht", sagt OB Starke. Die Vorbereitungen der beiden Kommunen laufen jedoch noch weiter: "Die Standorte sind klar, jetzt geht es an die Ausschreibung, um einen Betreiber zu finden", so der Sozialdemokrat. Als Betreiber kommen grundsätzlich Krankenhäuser, Ärzte und Rettungsdienste in Betracht.

Idealer Standort

Landrat Kalb ist sicher, einen passenden Ort gefunden zu haben: "Wir haben mit der Brose Arena einen Standort für die Bürgerinnen und Bürger in Stadt und Landkreis Bamberg gefunden, der über geeignete Räumlichkeiten verfügt, verkehrstechnisch gut angebunden ist und ausreichend Parkplätze hat."

Das Bundesgesundheitsministeriums teilte mit, dass bereits ab Mitte Dezember ein Impfstoff gegen COVID-19 verfügbar sein könnte. Daher bestimmte die Bayerische Staatsregierung, dass sich die Landkreise und kreisfreien Städte um die Organisation der Impfzentren und die Durchführung der Impfungen kümmern sollen.

Keine Einschränkungen für Brose Bamberg

Da die Lagerung der Impfstoffe zum Teil eine Temperatur von Minus 70 Grad Celsius erfordert, kommen Arztpraxen für die Impfungen nicht in Frage. "Diese besonderen Rahmenbedingungen erfordern viel Platz für mehrere Impfstraßen gleichzeitig. Diese Voraussetzungen sind sowohl in der Brose Arena als auch im Sportpark an der Breitenau gegeben", stellt Landrat Kalb heraus.

Darüber hinaus weist Andreas Starke darauf hin, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zum Jahresende noch zu drei Heimspielen von Brose Bamberg ohne Zuschauer kommen wird. "Impfzentrum und Spielbetrieb in der Brose Arena können ohne Probleme parallel laufen. Selbst wenn im neuen Jahr wieder Basketballspiele mit Zuschauern möglich sein sollten, sind wir logistisch in der Lage, das Impfzentrum mit dem Basketballbetrieb in der Brose Arena zu kombinieren", so Starke.

Rücksicht auf den Verkehr

Der Sportpark an der Breitenau, das Impfzentrum ab April nächsten Jahres, befindet sich bereits im Eigentum der Stadt Bamberg. Nach den Aussagen des Bamberger Oberbürgermeisters endet der laufende Pachtvertrag ohnehin im März 2021, so dass die Stadt und der Landkreis Bamberg die Räumlichkeiten nutzen können. "Wir sorgen natürlich für eine zusätzliche Anbindung zur Memmelsdorfer Straße, um Rücksicht auf einen geordneten Verkehrsablauf zu nehmen", ergänzt Starke.