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Trotz Sandkerwa-Absage: Volle Gassen in der Altstadt

Bamberger lassen sich Kerwa-Auftakt nicht nehmen und feiern "wild" - 25.08.2017 10:13 Uhr

Keine Sandkerwa 2017? Die Bamberger und ihre Besucher ließen sich am Donnerstagabend von der offiziellen Absage nicht abhalten. © NEWS5 / Merzbach


Die einen trauern: kein Festbetrieb, kein Fischerstechen, kein Hahnenschlag, kein Biergenuss mit Freunden aus Nah und Fern. Die anderen atmen auf: Kein Lärm, keine Wildpinkler, kein überteuertes Bier, kein Gedränge. Nach der Absage der Sandkerwa 2017 sind die Meinungen nach wie vor gespalten.

Gut besucht ist die Feiermeile trotz Absage: Obwohl laut Angaben der Polizei etwa 4000 Gäste am Donnerstagabend im Sandgebiet unterwegs waren, blieb es weitgehend ruhig. Gegen Mitternacht zogen sich viele bereits zurück.

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"Wildes" Feiern: Bamberger lassen sich ihre Sandkerwa nicht nehmen

Eigentlich sollten am Donnerstag zehntausende Sandkerwa-Besucher durch Bambergs Gassen pilgern. Doch die Absage der Veranstaltung im Mai machte den Wirten und Kerwa-Fans einen Strich durch die Rechnung. Sie ließen sich am Abend aber nicht abhalten und feierten einfach "wild" in der Altstadt.


Was passiert in der Sandstraße?

"Wir machen unser Programm wie sonst auch. Es gibt keine Sonderveranstaltungen", sagt Florian Müller, Betreiber des "Ahörnla" und der "FruchtBar". "Bands spielen und und DJs legen auf, so wie meistens am Wochenende. Mit der Stadt, dem Ordnungsamt und dem Bürgerverein haben wir uns verständigt, dass es sich hierbei um keine Alternativveranstaltungen handelt, sondern um den ganz normalen Betrieb." Müller, der außerdem Sprecher der Wirte im Sand und Vorsitzender des Hotel- und Gaststättenverbands ist, geht von einem eher normalen Wochenende aus.

Das Abzeichen für "Die Kerwa, die es nie gab". © Markus Raupach


Und auch Ulrike Heucken, Geschäftsführerin der Bamberger Sandkerwa Veranstaltungs GmbH sieht das so: "Ich bin mir sicher, dass sich die Gastronomen an die geltenden Regeln halten, und nicht nur deshalb, weil sie ihre Konzessionen haben." Auch hinsichtlich der Passanten ist sie optimistisch. "Hellsehen kann natürlich keiner", fügt sie lachend hinzu. Müller ergänzt: "Ich denke, dass zwar viele Bamberger unterwegs sein werden, aber weniger Gäste von auswärts. Da die Freischankflächen wegfallen, wird sich das meiste Geschehen nach Innen verlagern." Generell rechnet er nicht mit viel mehr Publikum wie an einem normalen Wochenende. Und auch der Sandkerwa-Montag wird seiner Vermutung nach ein normaler Tag werden.

Normales Programm, normale Sperrstunde

Ob Sommertanz und Garaustrinken (Pelikan) oder Else Admire mit seinen Breitengüßbach Dolls (Pizzini) Bezüge zur nicht sattfindenden Kerwa darstellen, ist vermutlich müßig zu beantworten. Viele Wirte sind ohnehin in Anbetracht des zum heißen Eisen gewordenen Themas mittlerweile etwas genervt und wollen einfach schöne, fröhliche undausgelassene

Sommerabende mit bierdurstigen und musikinteressierten Gästen, die es nicht übertreiben, ohne besondere Vorkommnisse erleben. Zumal die Planungen für die Sandkerwa 2018 bereits laufen

Etwas Gutes hat die Absage für sie ohnehin: Die Sperrstunde der Kneipen endet im Gegensatz zum Sandkerwa-Schluss, der bereits 1 Uhr ist, das gesamte Wochenende ab 4 Uhr. Es wird ein gut besuchtes Wochenende und eine lange Sommernacht!

Helke Jacob

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