Buden auf ganze Stadt verteilt

Winterzauber Pottenstein mit neuem Konzept für seinen Weihnachtsmarkt

Rosi Thiem

28.11.2022, 13:34 Uhr
Anna Pryvalko und Rikscha-Kapitänin Renate Hofmann machten einige Touren durch die Altstadt und verteilten Süßigkeiten.

© Rosi Thiem, NN Anna Pryvalko und Rikscha-Kapitänin Renate Hofmann machten einige Touren durch die Altstadt und verteilten Süßigkeiten.

„Wir haben den großen Auftrag, wieder gemeinsam Zeichen zu setzen“, hob Bürgermeister Stefan Frühbeißer (CWU-UWV) in seiner Ansprache hervor.

Nach zwei Jahren Corona-Pause fand nun der Weihnachtsmarkt "Winterzauber" nicht mehr im Bürgerhaus, sondern komplett im Freien statt. „Weihnachten heißt das Fest der Liebe und der zwischenmenschlichen Werte. Jetzt erst recht müssen wir ein Licht anzünden – nicht groß, aber hell als Wärme und Besinnung“, mahnte er im Blick auf die weltweiten Unruhen und Konflikte.

Ein Markt der besonderen Kunsthandwerke verteilte sich über die Altstadt.

Ein Markt der besonderen Kunsthandwerke verteilte sich über die Altstadt. © Rosi Thiem, NN

„Die angezündeten Lichter sind die Hoffnung in dunklen Zeiten.“ Die Musikerinnen von "Sax`n Die" begleiteten musikalisch die Eröffnung. Der sehr gut besuchte Markt wies dieses Jahr 16 Stände auf, die sich vor dem Bürgerhaus und dem Marktplatz verteilten. Die Gruppe der Saxofon-Mädels verwöhnte mit besonderem Sound zur Adventszeit.

Das diesjährige Pottensteiner Christkind hatte für jeden ein Lächeln und für die Kinder Süßes parat.

Das diesjährige Pottensteiner Christkind hatte für jeden ein Lächeln und für die Kinder Süßes parat. © Rosi Thiem, NN

Mit Gesang und Geige

Mit Gedicht, Gesang und Geige wartete heuer das Christkind, das in Bayreuth wohnt, auf und bekam großen Beifall, als es mit "Jingle Bells" auf der Geige und einem gesungenen „Oh du Fröhliche“ begrüßte. Anschließend mischte sich die elfjährige Gymnasiastin, die an Heilig Abend Geburtstag hat, unter die begeisterten Menschen und verteilte Süßigkeiten an die vielen wartenden und gespannten Kinder.

Anschließend fuhr die gebürtige Ukrainerin mit der Rikscha des Elisabeth-Vereins, die von Kapitänin Renate Hofmann gesteuert wurde, durch das neue Areal des Weihnachtsmarktes. „Mit unserer Aktion an zwei Tagen zeigen wir den Besuchern, dass es möglich ist, dass Menschen mit Bewegungseinschränkungen am Geschehen teilnehmen können“, erklärte Melanie Schulz vom Verein.

Anna Pryvalko und die Rikscha-Kapitänin Renate Hofmann machten einige Touren durch die Altstadt und verteilten Süßigkeiten.

Anna Pryvalko und die Rikscha-Kapitänin Renate Hofmann machten einige Touren durch die Altstadt und verteilten Süßigkeiten. © Rosi Thiem, NN

Die Stadt hat für 2022 eine neue Außen-Strategie entwickelt, die sie in den nächsten Jahren beibehalten will. „Wir wollen künftig noch mehr in die Fläche gehen. Das heißt, Platz vor dem Bürgerhaus, aber auch Malerwinkel, Fischergasse bis hoch zum Marktplatz - und über die Brücke sind wir dann bei einem Rundgang an den Ständen wieder hier am Bürgerhaus", zeigte Tourismusleiter Thomas Bernard auf. Die Altstadt solle auch mit ihren Geschäften einbezogen werden, weil es draußen lebendiger sei.

Bürgerhaus stellt nur noch die Toiletten

Der Weihnachtsmarkt im Bürgerhaus gehört somit der Geschichte an, die Toiletten gibt es jedoch weiterhin dort. „Der Markt ist ein Treffen für die Menschen - darunter sind viele Vereine, Besucher und Einheimische. Die Läden machen mit den Öffnungszeiten sehr gut mit“, zeigte sich der Leiter der Altstadtentwicklung zufrieden.

Am Marktplatz stand außerdem das „Himmlische Postamt“, dort konnten Kinder einen Brief ans Christkind einwerfen und bekommen daraufhin laut Tourismusbüro garantiert eine Antwort. „Steffi Ribold hat das Ganze gut organisiert, und die Mitarbeiter des Bauhofs haben im Hintergrund wertvolle Arbeit geleistet“, ergänzte Bernard. Am Sonntag bereicherten den Winterzauber neben Sax'n Die auch die Juramusikanten aus Hohenmirsberg in der sehr gut frequentierten Felsenstadt.

Ewige Anbetung lebt wieder auf

Weitere Auftritte des Christkindes sind unter anderem für das dritte Adventswochenende auf dem Gelände der Faust-Festspiele im Klumpertal geplant. „Jetzt nach Corona ist die Frequenz gar nicht so schlecht am ersten Adventswochenende“, resümierte Touristiker Bernard. Er gab bekannt, dass nach aktuellem Stand die traditionelle Ewige Anbetung mit den Bergfeuern an den Hängen am 6. Januar 2023 wieder stattfinden wird. „Die Feuerschürer sind schon aktiv bei den Vorbereitungen dabei“, verriet Bernard.

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