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Bei Großkontrolle in Bayern: Polizei rügt 1820 Maskensünder

Bei ähnlichen Kontrollaktionen im Frühjahr waren 3000 Verstöße aufgefallen - 26.10.2020 16:16 Uhr

Die bayernweite Masken-Kontrollaktion fand vergangene Woche unter dem Motto: Keine Toleranz für Maskenmuffel statt.

26.10.2020 © Stefan Hippel, NNZ


"Auch wenn die weit überwiegende Mehrheit vorbildlich ist, sind immer noch viel zu viele Maskenmuffel unterwegs", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die bayerische Polizei werde deshalb ihre verstärkten Maskenkontrollen bis auf weiteres fortsetzen.

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Am Freitag hatten rund 2000 Beamte schwerpunktmäßig kontrolliert, ob die Bevölkerung ihrer Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa im öffentlichen Nahverkehr oder – in Gegenden mit zahlreichen Corona-Fällen – auf öffentlichen Plätzen nachkommt. Bei einer ähnlichen Kontrollaktion im Frühjahr waren noch 3000 Verstöße aufgefallen.

Masken-Kontrolle in Mittelfranken

Die Polizei Mittelfranken zieht eine positive Bilanz. Gerade im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel gab es kaum Verstöße gegen die Maskenpflicht. Im gesamten Zeitraum der Großkontrolle konnten in Mittelfranken rund 400 Menschen ohne Mund-Nasen-Schutz gerügt werden. Die meisten wurden von Polizeibeamten hinsichtlich der Maskenpflicht belehrt. In 41 Fällen wurde ein Bußgeld in Höhe von 55 Euro erhoben.


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Die Maskenmuffel wurden entweder bei der zuständigen Kreisverwaltung angezeigt, erhielten ein Bußgeld von bis zu 250 Euro oder – in milderen Fällen – eine Verwarnung. In neun Fällen war der Verdacht aufgekommen, dass Menschen auf die Maske auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes verzichteten, das gefälscht gewesen sein könnte.

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Herrmann verwies auf die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens, die "zur größten Sorge Anlass gibt". Die Gefahr, sich und andere mit dem hochgefährlichen Coronavirus zu infizieren, steige rapide an. "Da reichen schon Einzelne, die keine Maske tragen, um eine Riesen-Infektionswelle loszutreten", warnte der Innenminister. Die Maskenpflicht müsse zu 100 Prozent eingehalten werden.


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dpa

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