Bobby Car trifft Eisenbahn: Simba Dickie übernimmt Märklin

21.3.2013, 07:33 Uhr

Michael Sieber, Chef von Simba Dickie, und Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta werden die Einzelheiten der Einigung erläutern. In der Branche wird von einer "Traumhochzeit" gesprochen.

Strittig war bei den seit Monaten laufenden Gesprächen die Frage eines Haustarifvertrags für die Märklin-Mitarbeiter. Da dieser Einschnitte bei Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie keine Tariferhöhungen vorsieht, hatte die IG Metall eine Rückkehr zum Flächentarif gefordert.

Märklin-Betriebsratschef Georg Geiger hatte aber bereits kürzlich berichtet, dass viele der rund 470 Mitarbeitern am Standort Göppingen (Baden-Württemberg) bereit waren, zu den Konditionen des Haustarifvertrags zu arbeiten. Im Gegenzug sollen die Beschäftigten eine Arbeitsplatzgarantie bis 2019 erhalten. Die Mitarbeiter begrüßten die Übernahme durch Simba-Dickie, hieß es gestern in Göppingen. Mit einem familiengeführten Unternehmen als strategischem Investor dürfe man auf eine langfristige Entwicklung hoffen.

Märklin hat seit der Insolvenz im Jahr 2009 nach Einschätzung von Geschäftsführer Stefan Löbich die Kurve gekriegt. Trotzdem blieb das Unternehmen auf einen kapitalkräftigen Investor angewiesen, der es in die Zukunft führt. Dabei galt Simba Dickie von Anfang an als der Wunschpartner von Firmenleitung und Belegschaft. Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) um 12,6 Prozent auf 12,36 Millionen Euro steigern können. Der Umsatz legte um 1,6 Prozent auf 108,77 Millionen Euro zu.

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