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Corona-Ampel springt in Fürth auf Rot: Drei Schulen schließen

Ab Dienstag gelten in der Kleeblattstadt zusätzliche Maßnahmen - 26.10.2020 18:10 Uhr

Immer mehr Fälle: In Fürth ist die Corona-Ampel auf Rot gesprungen. 

26.10.2020 © Sebastian Gollnow, dpa


Die Corona-Zahlen in der Stadt und im Landkreis steigen unaufhörlich. Drei Fürther Schulen stellen deshalb ab heute bis zu den Herbstferien für alle Klassen auf digitalen Unterricht um. Die Stadt teilte mit, dass das Infektionsgeschehen am Hardenberg-Gymnasium, an der Hans-Böckler-Schule und an der Leopold-Ullstein-Realschule inzwischen so weit verzweigt ist, dass die Einrichtungen geschlossen werden – vorerst bis zum Ende der Herbstferien am 8. November.

An den Schulen, an denen der Betrieb normal weiterläuft, treten ab heute schärfere Maßnahmen in Kraft. Denn die Stadt Fürth hat den Signalwert der Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner überschritten: Das Robert Koch Institut (RKI) meldete Montagnacht eine Fallzahl von 55,3. Das bedeutet: Die Regeln, die wegen der gelben Ampelschaltung bereits einzuhalten waren, werden ab heute ausgeweitet.

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In den Schulen besteht nun für alle Jahrgangsstufen Maskenpflicht am Platz. Außerdem dürfen sich – sowohl privat als auch öffentlich – die Angehörigen zweier Haushalte treffen oder höchstens fünf Personen aus maximal fünf Haushalten. Erlaubt oder die Angehörigen von zwei Hausständen treffen. Auf dieselbe Anzahl wird der Teilnehmerkreis für private Feiern wie Hochzeiten und Geburtstage, unabhängig vom Veranstaltungsort, beschränkt. Auch die Sperrstunde wird ausdehnt: Ab 22 Uhr darf kein Alkohol mehr verkauft werden.

Kein Alkohol zwischen 22 und 6 Uhr

Die Maskenpflicht in der Innenstadt dauert an: Sie besteht auf stark frequentierten Plätzen insbesondere Bahnhofplatz, Brandenburger Straße, Konrad-Adenauer-Anlage, Max-Grundig-Anlage, Friedrichstraße zwischen Most- und Maxstraße, Fürther Freiheit, Grillplätze der Stadt Fürth, Gustav-Schickedanz-Straße zwischen Rudolf-Breitscheid-Straße und Bahnhofplatz, Gustavstraße, Hallstraße zwischen Rudolf-Breitscheid- und Alexanderstraße, Kohlenmarkt, Königstraße zwischen Marktplatz und Brandenburger Straße, Ludwig-Erhard-Straße, Grüner Markt, Maxstraße zwischen Schwabacher Straße und Bahnhofplatz, Obstmarkt, Rudolf-Breitscheid-Straße zwischen Schwabacher Straße und Max-Grundig-Anlage, Schwabacher Straße zwischen Kohlenmarkt und Maxstraße und Uferpromenade. An diesen Orten darf zwischen 22 und 6 Uhr kein Alkohol getrunken werden.


Maskenpflicht in Fürth: Die Hinweistafeln kommen.

 

Auch der Landkreis passt die Beschränkungen jetzt an. Stand Montagnacht lag der Signalwert im Kreis laut RKI bei 80,6 – damit steuert man bereits auf die Stufe „Dunkelrot“ zu, die ab dem Überschreiten der Sieben-Tage-Inzidenz von 100 greift.

Der Landkreis hat bereits am vergangenen Donnerstag die kritische Schwelle von 50 passiert, allerdings war dafür vor allem ein Ausbruch in der Aufnahmeeinrichtung für Migranten in Zirndorf verantwortlich. Deshalb galten in der Stadt auch strengere Regeln als im restlichen Landkreis, wo man sich bis gestern an die Vorgaben der Stufe Gelb hielt.

Laut Koordinierungsgruppe im Landratsamt ist das Ausbruchsgeschehen jetzt allerdings nicht mehr auf lokale Hotspots zurückzuführen. Darum gelten im Landkreis ab heute ebenfalls die Regelungen der Stufe Rot.
In Zirndorf hält man es derweil wie in Fürth, um die Bürger auf die Maskenpflicht im Zentrum hinzuweisen: Hinweisschilder wurden in der Nürnberger Straße vom Marktplatz bis zur Wallensteinstraße und auf dem Zim-Gelände aufgestellt. Außerdem, so Bürgermeister Thomas Zwingel, sei die Polizei unterwegs, um die Einhaltung zu kontrollieren.

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Sowohl die Stadt als auch der Landkreis bemühen sich derzeit bei der Regierung von Mittelfranken darum, dass die Grundschüler von der Maskenpflicht ausgenommen werden. Solange es aber nicht das offizielle Okay aus Ansbach gibt, müssen auch die Kleinen einen Mund-Nase-Schutz tragen. Bisher liegt noch keine Ausnahmegenehmigung vor.

Die Maßnahmen gelten mindestens sieben Tage. Erst wenn der Wert sechs Tage in Folge unter 50 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner fällt, springt die Corona-Ampel springt wieder auf Gelb oder Grün.


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