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Corona: Diese Weihnachtsmärkte in der Region sind bereits abgesagt

Manche Städte in der Region haben die Reißleine gezogen - 01.10.2020 19:15 Uhr

Die Weihnachtszeit muss dieses Jahr mit weitaus weniger Adventsmärkten auskommen.

© Harald Munzinger


Die corona-bedingten Auflagen würden die Veranstaltungen so stark einschränken, dass eine Durchführung für Standbetreiber, Aussteller und Besucher keinen Sinn ergeben und wenig Freude machen würde, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der Kommunen im Landkreis Roth. Auch die kreisfreie Stadt Schwabach hat ihre Budenstadt auf dem Marktplatz ersatzlos gestrichen.

In anderen Städten und Landkreisen in der Metropolregion ist dagegen noch unklar, wie man diesmal mit den Veranstaltungen in der Vorweihnachtszeit verfährt. In Erlangen zum Beispiel laufen derzeit noch Gespräche, ob die drei Weihnachtsmärkte in der Hugenottenstadt über die Bühne gehen oder nicht. Laut Christofer Zwanzig, Pressesprecher der Stadt Erlangen, ist erst in zwei Wochen mit einer Entscheidung zu rechnen. Im Landkreis Fürth dagegen wurden die meisten Weihnachtsmärkte abgesagt.


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Trotz Corona wollen einige Städte und Gemeinden in der Region den gemütlichen Budenzauber möglich machen. Oft ist von einem alternativen Konzept die Rede, mit dem die Besucher entzerrt werden sollen und so die Weihnachtsmärkte trotz der Hygiene-Bestimmungen stattfinden könnten. Nach derzeitigem Stand soll es in folgenden Orten in der Region einen Markt zur Adventszeit geben:


Ungewissheit herrscht auch in Neumarkt, denn für die Planung des traditionellen Weihnachtsmarktes vor dem Rathaus fehlen noch grundsätzliche Vorgaben der Regierung, wie City-Manager Christian Eisner erklärt. Der für die Organisation verantwortliche Verein "Aktives Neumarkt" lässt jedoch noch nicht alle Hoffnung fahren und trifft sich mit Veranstaltern anderer Märkte, um auf verschiedene Szenarien vorbereitet zu sein.

Vorsichtiger Optimismus

Eine Möglichkeit sei, den Weihnachtsmarkt dezentral zu organisieren. Ähnlich wie bei den "Nürnberger Sommertagen" wären Buden und Stände in der Innenstadt verteilt. Alles in allem ist Eisner vorsichtig optimistisch. Denn die Veranstaltung in der oberpfälzischen Kreisstadt hat einen großen Vorteil gegenüber anderen Weihnachtsmärkten: Findet sie doch nicht nur an einem Wochenende statt, sondern hat mehrere Wochen lang geöffnet. Damit verteilten sich die Besucher auch besser

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Der Weihnachtsmarkt in Weißenburg wiederum wird den Corona-Auflagen wohl zum Opfer fallen. Nach Aussage von Thomas Felber, dem Büroleiter von Oberbürgermeister Jürgen Schröppel (SPD), werde man aber ein Konzept präsentieren, das ermöglichen soll, "eine angemessene Vorweihnachtszeit in der Stadt zu verbringen". Das werde aber kein "Weihnachtsmarkt 2.0" sein, vielmehr wolle man die Buden auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilen und das Angebot auch reduzieren.


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Auch in Pappenheim, wo mit dem Pelzmärtelmarkt rund um den 11. November der Reigen der weihnachtlichen Märkte eröffnet wird, steckt man noch in der Findungsphase. Man sei in Gesprächen mit dem Gesundheitsamt und arbeite an einem Konzept, das die Corona-Auflagen berücksichtigt, sagt Bürgermeister Florian Gallus (SPD). Und in Gunzenhausen wird der örtliche Kulturausschuss in seiner Oktober-Sitzung über mögliche Alternativen diskutieren. In Treuchtlingen dagegen will man "versuchen, die Schlossweihnacht stattfinden zu lassen", so Tourismuschefin Stefanie Grucza. Noch fehle dafür allerdings das Okay von Stadtrat und Landratsamt.

Ein besonders schwerer Schlag für die Stadt wäre die Absage des Weihnachtsmarktes in Forchheim, ist die oberfränkische Kommune doch wegen des "schönsten Adventskalenders der Welt" überregional bekannt. Das Spektakel, bei dem 24 prächtig geschmückte Fensterläden am Rathaus nach und nach geöffnet werden, ist in diesem Jahr wegen Sanierungsarbeiten aber ohnehin nicht möglich. Der Adventskalender soll nun digital auf eine Leinwand projiziert werden.

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