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Corona-Krise: Wertstoffhöfe in Region wieder begrenzt geöffnet

Die reguläre Müllentsorgung ist nicht eingeschränkt - 06.04.2020 12:39 Uhr

Ungewohnt leer präsentieren sich aktuell die Wertstoffhöfe. Die Zahl der Besucher wird streng reglementiert, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren. © Sichelstiel


Bis vor kurzem durften dort nur gewerbliche Anlieferer auf das Gelände. Von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich ist es bei den „kleinen“ Wertstoffhöfen, von denen es 27 im Landkreis gibt. Die Bandbreite reicht dabei von „bis auf Weiteres geschlossen“ wie etwa in Simmelsdorf bis hin zu „regulär geöffnet“ wie in Röthenbach.

Sperrmüll wird abgeholt

Die gute Nachricht hat Michael Oberleiter, der Leiter des Sachgebiets Abfallwirtschaft am Landratsamt, gleich als erstes parat: „Bei der regulären Müllentsorgung gibt es im Nürnberger Land aktuell keine Einschränkungen“. Die Tonnen für Restmüll, Papier und Biomüll werden also weiterhin nach Plan abgeholt. Auch, wer einen Sperrmüllscheck ausgefüllt hatte und vom Amt einen Termin zugesagt bekam, wird noch regulär bedient.



Anders sieht es dagegen aus, wenn es um Abfälle geht, die auf den Wertstoffhof gehören. Die beiden großen Annahmestellen vom Typ „A“ in Neunkirchen und Altdorf sind seit Bestehen der Ausgangsbeschränkungen nur für Gewerbetreibende geöffnet. Auch hier kann Michael Oberleiter immerhin einen Lichtblick bieten: „In dringenden Einzelfällen können jetzt auch wieder Privatpersonen kommen“.

Personal prüft die Notwendigkeit

Wer also beispielsweise gerade umzieht und eine alte Küche loswerden muss oder säckeweise benutzte Windeln hat, kann sich beim Landratsamt in Lauf unter der Telefonnummer 09123/9506387 um einen Termin bemühen. Wer kommt, muss allerdings auf der Zufahrtsstraße oder am Eingang mit Wartezeiten rechnen, denn das Wertstoffhofpersonal prüft und beurteilt die Notwendigkeit der Anlieferung. Die Angestellten müssen auch die Anzahl der Anlieferer auf dem Gelände regeln, denn hier gibt es ebenfalls Einschränkungen.

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„Maximal zehn Kunden dürfen zeitgleich auf das Betriebsgelände“, weiß Abfall-Chef Oberleiter. Dazu gelte natürlich auch hier ausreichend Sicherheitsabstand, zwei bis drei Meter sind vorgegeben. Deswegen fällt natürlich auch die sonst durchaus übliche Hilfestellung beim Ausladen flach, das sollten Besucher berücksichtigen, damit sie am Ende nicht mit beladenem Fahrzeug wieder abziehen müssen. Was sowohl für Gewerbe- wie Privatkunden flach fällt, ist die Annahme von Asbest, etwa aus Dach- und Fassadenplatten.

Kommunen entscheiden selbst

Für die 27 kleineren Annahmestellen vom Typ „B“ im Nürnberger Land hat es die Kreisverwaltung den jeweiligen Gemeinden überlassen, wie sie die Öffnung handhaben. Entsprechend groß sind die Unterschiede. So hat etwa der Röthenbacher Wertstoffhof im Gewerbegebiet Mühllach „regulär geöffnet“, sagt Thomas Müller-Rühl, der als Chef des städtischen Bauhofs dort das Sagen hat. Weil aktuell viele Menschen in den Gärten arbeiten, besonders auch beim Kleingartenverein Flora, fallen viel Schnittgut und Gartenabfälle an.


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Deshalb wollte man diesen Bürgerservice auf keinen Fall einstellen, so Müller-Rühl. Trotzdem ist der Betrieb eingeschränkt: Die beiden Arbeiterinnen am Wertstoffhof sind jetzt nur noch abwechselnd im Dienst; dazu dürfen maximal fünf Kunden zeitgleich auf das Betriebsgelände. Auch dabei gilt natürlich Abstand halten; deshalb habe man in Röthenbach die zulässige Besucherzahl auch halbiert.

Abfälle vorerst zu Hause lagern

Einstweilen vor verschlossenen Toren stehen dagegen die Bürger in Simmelsdorf – was Bürgermeister Perry Gumann aber nicht als großes Problem sieht. „Hierher werden normalerweise Gartenabfälle und Alteisen gebracht – Dinge, die die Leute auch mal zu Hause lagern können“, meint Gumann. Aktuell geht das Gemeindeoberhaupt davon aus, das der Wertstoffhof bis nach Ostern geschlossen bleibt: „Ich hoffe, dass sich danach was tut“, meint er.


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Patrick Baer

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