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Corona macht erfinderisch: Club zum Getränke-Shop umfunktioniert

Nürnberger Nachtclubs erfinden sich in der Krise neu - 20.05.2020 21:38 Uhr

So leer ist derzeit der Veranstaltungsraum des Club Stereo in der Nürnberger Klaragasse. Ab kommenden Samstag kehrt zumindest in den Bar-Bereich im Erdgeschoss wieder Leben zurück, wenn der Getränke- und Merchandise-Verkauf startet.

© Club Stereo


Ein ungewöhnlicher Wunsch für eine Bar oder einen Nachtclub. Statt auf vollen Fässern will man im Club Stereo lieber auf dem Trockenen sitzen. Das war zumindest der Gedanke zu Beginn des Lockdowns. Seit dem 14. März hat der kleine Laden in der Klaragasse aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen.


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Allerdings gibt es ein Problem: Das Getränkelager ist noch immer bis zur Decke vollgestapelt, weil man am Wochenende der vorübergehenden Schließung eigentlich nochmal feiern wollte. Da derzeit völlig unklar ist, wann Veranstaltungsorte wieder öffnen können, muss nun eine Lösung gefunden werden, um vor allem die verderblichen Getränke wie das Bier oder die zur Zubereitung verschiedener Drinks benötigten Früchte los zu werden und somit vor dem Verfall zu bewahren.

Getränke zum Spendenpreis

Nach Rücksprache mit der Stadt, ist es nun möglich, die Bar im Erdgeschoss in einen Getränkeladen um zu funktionieren. Die Ansage auf Facebook lautet: "Gebt uns, was ok für euch und euren Geldbeutel ist. Jede Spende hilft uns, zu überleben." Die Bedingung ist allerdings, dass nichts im Laden erworbenes vor Ort konsumiert werden darf.

Neben den Getränken wird es auch einen Merchandise-Verkauf, unter anderem von Stereo T-Shirts, Hoodies und Co geben. Das Sortiment soll zudem stetig erweitert werden. Auch Hardcover-Tickets für das Nürnberger Club und Showcasefestival, das nach aktuellem Stand am 9. und 10. Oktober in der Altstadt rund ums Stereo zum zehnten Mal stattfinden soll, sind an der Bar erhältlich.

Kreative Nachtclubs in der Krise

Der Stereo-Shop ist nicht das erste Nürnberger Geschäft, das während der Coronakrise aus der Not heraus entstanden ist. Vor allem in seiner direkten Nachbarschaft sind die Läden erfinderisch geworden.

So veranstaltet die sich ebenfalls in der Klaragasse befindende "Hey Hey Bar" derzeit regelmäßige Veranstaltungen, bei denen sie sich kurzer Hand in einen Pop-Up-Gemüseladen verwandelt und in Zusammenarbeit mit lokalen Gemüsehändlern frische Ware anbietet. Unter dem Motto "Morgens auf dem Feld, mittags im Laden" können die Kunden frisches Gemüse einkaufen und werden dabei auch von frischen DJ-Sounds begleitet.

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Pionier dürfte jedoch die "Mitte Soundbar" am Hallplatz gewesen sein. Bereits im April ging der Laden unter die Gemüsehändler und so öffnete dort "Der kleine Markt". Auf der Facebook-Seite heißt es, man habe aus der Not eine Tugend gemacht und sich kurzerhand neu erfunden. "Der kleine Markt" war zum ersten mal geboren und die Nürnberger Altstadt um einen Gemüseladen reicher. Zumindest vorerst. Der Pop-Up-Gemüseladen am Hallplatz musste auf Geheiß des Liegenschaftsamtes der Stadt wieder schließen. Mittlerweile hat man sich jedoch gemeinsam mit der Stadt auf ein Konzept geeinigt, seit dem 9. Mai kann dort wieder von Mittwoch bis Samstag frisches Gemüse und Blumen aus dem Knoblauchsland erworben werden.

Wie lange Nürnbergs Veranstaltungslocations noch ausharren müssen, um wieder ihrem Geschäft nachzugehen, ist derzeit noch nicht absehbar.

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