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Corona-Zahlen: Oberfränkische Landkreise mit kritischen Werten

Zwei Landkreise und eine Stadt haben die definierte Vorwarnstufe gerissen - 22.05.2020 18:09 Uhr

Erst kürzlich wurde das strikte Besuchsverbot für ambulante Pflegeeinrichtungen in Bayern gelockert, nun wurde es Mitte Mai im Kreis Coburg erneut eingeführt. Coburg ist einer von Bayerns Corona-Hotspots.

© NEWS5 / Merzbach, NEWS5


Seit Tagen schon bleibt der Freistaat mit Blick auf die Coronavirus-Infektionen bei der Reproduktionszahl unter der magischen Marke von eins. Dieser Wert zeigt an, wenn er unter eins bleibt, dass sich momentan mehr Menschen in Bayern von einer Infektion mit SARS-CoV-2 erholen (oder mit oder an ihr sterben) als sich neu anstecken. Die Welle, die das landesweite Infektionsgeschehen abbildet, flacht sich also moderat, aber konstant weiter ab.

Aktuell gibt es in Bayern 46.318 Infizierte (Stand: 22. Mai), während 41.340 als genesen gelten und 2372 Todesfälle zu beklagen sind. Diese Fallzahlen, die das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in Erlangen sammelt, sowie die gemeldeten Neuinfektionen lassen sich auch in der weiterentwickelten NN-Coronavirus-Grafik ablesen.

Hintergründe zu den Zahlen, die das Robert-Koch-Institut veröffentlicht, finden Sie hier.

Da jedoch, wenn man in die einzelnen Regionen des Freistaats blickt, nennenswerte Unterschiede beim Infektionsgeschehen auffallen, sind ab sofort weitere Werte in unserer Grafik aufgeführt: Zum einen für die bessere Vergleichbarkeit die Fallzahl pro 100.000 Einwohner je mit dem bayernweiten Spitzenwert sowie dem für Mittelfranken sowie Teile Oberfrankens und der Oberpfalz, zum anderen die 7-Tage-Inzidenzrate je für die bayernweit und in unserer Region am stärksten betroffenen Landkreise und kreisfreien Städte.

Diese LGL-Liste wird weiter angeführt vom oberfränkischen Landkreis Coburg, für den zuletzt 46,03 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen ausgewiesen wurden. Es folgen der Landkreis Lichtenfels mit einer 7-Tage-Inzidenzrate von 38,90 und Regensburg mit einem Wert von 38,01. In unserem Verbreitungsgebiet kommt der Kreis Erlangen-Höchstadt mit 8,07 an erster Stelle.

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Damit liegt momentan zwar weder eine bayerische Stadt noch ein Landkreis im Freistaat jenseits der kritischen Grenze von 50 Neuinfektionen, die den auf Bundesebene vereinbarten Notfallmechanismus auslöst. Allerdings haben gleich zwei Kreise, Coburg und Lichtenfels, und eine Stadt, Regensburg, die von der Staatsregierung definierte Vorwarnstufe von 35 gerissen. Wird diese Grenze überschritten, können Lockerungen regional zurückgenommen werden.

Lokale Beschränkungen nötig?

Das ist den zuständigen Behörden zum Beispiel im Kreis Coburg, weiter dem Corona-Hotspot schlechthin, durchaus bewusst. Gleichwohl sind vorerst weder ein lokaler Lockdown noch die Schließung von Geschäften oder allgemeine Kontakt- oder Ausgangsbeschränkungen geplant. Es fällt auf, dass die besonders betroffenen Regionen weiter ungleichmäßig im Land verteilt sind. Nach wie vor sind neben gewissen Örtlichkeiten einzelne Branchen auffallend stark involviert, darunter Schlachtbetriebe, wie zuletzt in Straubing, sowie Alten- und Pflegeheime, wie im Kreis Coburg. Dort gilt mittlerweile wieder ein striktes Besuchsverbot.

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Hier finden Sie täglich aktualisiert die Zahl der Corona-Infizierten in der Region. Die weltweiten Fallzahlen können Sie an dieser Stelle abrufen. Über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise berichten wir auch im Liveticker.


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