Der Fall Peggy: Chronologie eines schrecklichen Verbrechens

21.9.2018, 13:40 Uhr
Peggy
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Ein Mädchen verschwindet

2001 verschwindet die neunjährige Schülerin Peggy in Oberfranken spurlos. Als ihr Mörder wird drei Jahre später der geistig eingeschränkte Nachbar verurteilt. Am 9. Dezember 2013 ordnet das Landgericht Bayreuth die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Am 14. Mai 2014 wird der Nachbar schließlich freigesprochen. © dpa

Noch immer liegt etwas Schnee vor dem roten Lichtenberger Rathaus. Ganz in der Nähe hat Peggy mit ihrer Mutter gewohnt. Hier hat man sie am 7. Juni 2001 zuletzt gesehen (oben). Gudrun Rödel kämpft seit fast acht Jahren dafür, Ulvi K. vom Mordvorwurf freizusprechen. Dafür hat sie sogar eine eigene Bürgerinitiative gegründet.
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Lichtenberg

Vor dem Rathaus in Lichtenberg (im Bild) hat man sie zuletzt gesehen - ganz in der Nähe wohnte die Schülerin mit ihrer Mutter. © E. Graßer-Reitzner

Taucher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft suchen am späten  Donnerstagabend (10.05.2001) in einem Teich bei Lichtenberg nach der vermissten  Peggy Knobloch. Seit Montag (10.05.2001) wird das neun Jahre alte Mädchen aus  Lichtenberg vermisst. Alle Bemühungen der Suchkräfte waren bisher vergebens.  Insgesamt sind mehr als 160 Polizisten, 20 Taucher der DLRG und Suchhunde  eingesetzt. dpa/lby
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Die Suche beginnt

Es beginnt eine großangelegte Suchaktion, die über Wochen andauert. Sogar Tornados der Bundeswehr kommen zum Einsatz. Peggy aber bleibt verschwunden. © Marcus Führer

Polizisten der bayerischen Bereitschaftspolizei suchen am Montag (08.07.2002)  in einem Waldgebiet bei Lichtenberg (Landkreis Hof) nach Spuren der seit über  einem Jahr vermissten Peggy Knobloch. Anwohner haben die Polizei auf neue  Erdaufschüttungen im Wald rund um den Lichtenberger Schloßplatz aufmerksam  gemacht. Insgesamt suchen 105 Polizisten das Gebiet ab. dpa/lby
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Ohne Erfolg

In den folgenden Jahren gibt es nach neuen Hinweisen immer wieder Suchaktionen (wie hier 2002 in einem Waldgebiet in der Nähe des Städtchens). © Marcus Führer

Im Oktober 2002 nimmt die Polizei schließlich den damals 24-jährigen geistig behinderten Gastwirtssohn Ulvi Kulac fest. Er soll Peggy ermordet haben, um einen sexuellen Missbrauch an ihr zu vertuschen. Zunächst hatten die Ermittler Kulac als Täter ausgeschlossen, da er ein lückenloses Alibi hatte. (Auf diesem aktuellen Bild ist er mit seiner Betreuerin Gudrun Rödel zu sehen.)
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Nachbar

Im Oktober 2002 nimmt die Polizei schließlich einen damals 24-jährigen geistig behinderten Gastwirtssohn fest. Er soll Peggy ermordet haben, um einen sexuellen Missbrauch an ihr zu vertuschen. Zunächst hatten die Ermittler den verdächtigen Nachbarn als Täter ausgeschlossen, da er ein lückenloses Alibi hatte. (Auf diesem Bild ist er mit seiner Betreuerin Gudrun Rödel zu sehen.) © dpa

Der Angeklagte (l) spricht am Dienstag (07.10.2003) im Gerichtssaal des  Landgerichts Hof mit seinen Anwälten Walter Bagnoli (M) und Wolfgang Schwemmer.  Knapp zweieinhalb Jahre nach dem Verschwinden der neunjährigen Peggy Knobloch  beginnt an diesem Dienstag ein Indizienprozess, für den die 1. Große  Strafkammer des Landgerichts Hof 16 Verhandlungstage ansetzte. Die Leiche des  Mädchens wurde bis heute nicht gefunden. Foto: Armin Weigel dpa/lby
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Der Prozess

Ein Jahr später beginnt der Prozess vor dem Landgericht Hof. Es ist ein Indizienprozess, an dessen Ende der junge Mann zu lebenslanger Haft verurteilt wird. Zunächst hatte er die Vorwürfe bestritten, dann aber doch ein Geständnis abgelegt, das er vor Gericht jedoch widerruft. Seitdem war er in einer psychiatrischen Klinik in Bayreuth untergebracht. © Armin_Weigel

Auch Gudrun Rödel, die Initiatorin der initiative
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Auf eigene Faust

Doch die Zweifel an seiner Schuld bleiben - zu groß sind die Ungereimtheiten in dem Fall. Nach der Tatversion des Gerichts hätte der Nachbar an jenem Mainachmittag das damals neun Jahre alte Mädchen zum Beispiel rennend verfolgen und töten müssen. Der Verurteilte aber ist ein schwergewichtiger junger Mann, der sich im Zeitlupentempo bewegt. Das Geständnis des Mannes, das er später widerrufen hat, könnte zudem unter zweifelhaften Umständen zustande gekommen sein. Seine Betreuerin Gudrun Rödel (Foto) glaubt jedenfalls nicht daran, dass der Gastwirtssohn Peggy auf dem Gewissen hat und gründet eine Bürgerinitiative. Jahrelang recherchiert sie auf eigene Faust in dem Fall. © dpa

Peggy
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Neue Ermittlungen

Es dauert jedoch Jahre, bis wirklich Bewegung in den Fall kommt. 2010 schließlich widerruft ein Belastungszeuge vor einem Richter seine Aussage, der Nachbar habe ihm den Mord an Peggy gestanden. 2012 bewegen ein Fernsehbeitrag über die Ungereimtheiten im Fall und die Anstrengungen von Gudrun Rödel die Staatsanwaltschaft Bayreuth dazu, die Ermittlungen aufzunehmen. Mehr als 100 Menschen haben die Ermittler seitdem vernommen. © dpa

Polizei sucht nach Peggys Leiche == Polizei-Absperrband hängt am 23.04.2013 vor einem Hauseingang in Lichtenberg (Bayern), in dem die Spurensicherung nach der Leiche des Mädchens
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Hinweise in Lichtenberg

Währenddessen gibt es immer wieder Hinweise auf den Verbleib des Mädchens. 2013 etwa durchsuchen Polizisten tagelang ein Anwesen in Lichtenberg. © Daniel Karman/ dpa

Die Polizei hat bei ihren Grabungen Knochensplitter gefunden.
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Grabungsarbeiten im Hof

Sie finden sogar Knochenteile, es stellt sich aber heraus, dass diese nicht Peggy zuzuordnen sind. © David Ebener/dpa

Polizei sucht nach Peggys Leiche == Medienvertreter warten am 23.04.2013 nahe eines Hauses in Lichtenberg (Bayern), in dem die Spurensicherung nach der Leiche des Mädchens «Peggy» sucht. Vor
zwölf Jahren verschwand «Peggy» und der geistig behinderte Ulvi K. wurde wegen Mordes verurteilt - nun hat die Polizei Hinweise, wo die Leiche sein könnte.
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Im Fokus der Medien

Das Medieninteresse ist auch Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens enorm. © Daniel Karmann/dpa

Peggy
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Auf dem Friedhof?

Eine weitere Suchaktion findet auf dem Friedhof statt. Hinweise legten die Möglichkeit nahe, Peggys sterbliche Überreste lägen im Grab einer 81-jährigen Frau. © dpa

Peggy
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Keine Spur von Peggy

Doch auch hier werden die Ermittler nicht fündig. © dpa

Rechtsanwalt Michael Euler und die Betreuerin des verurteilten Ulvi K., Gudrun Rödel, hieven einen Umzugskarton mit den rund 2000 Seiten des Wiederaufnahmeantrags in das Gebäude des Bayreuther Landgerichts.
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2000 Seiten Akten

Gudrun Rödel und Rechtsanwalt Michael Euler hingegen gelingt im April 2013 ein Durchbruch. Beim Bayreuther Landgericht reichen sie den 2000 Seiten starken Wiederaufnahmeantrag ein. Am 9. Dezember 2013 ordnet das Gericht schließlich an, dass das Verfahren wieder aufgerollt wird. © dpa

2001 suchte die Polizei vergebens nach dem verschwundenen Mädchen Peggy, nun soll der Prozess wiederaufgenommen werden, weil der Belastungszeuge seine Aussage zurückzieht.
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Neue Verdächtige

Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren neue Spuren, sie alle führten ins Nichts. Inzwischen ist ein enger Freund von Peggys Familie, der in Halle in Sachsen-Anhalt lebt, im Visier der Ermittler. 2001 hatte er schon einmal das Interesse der Ermittler auf sich gezogen. Der Verdächtige sitzt derzeit wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes im Gefängnis. © dpa

Das Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy beginnt
am 10. April 2014 im Schwurgerichtssaal in Bayreuth.
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Neubeginn in Bayreuth

Am 10. April 2014, fast 10 Jahre nach der Verurteilung des Nachbarn, beginnt das Verfahren von vorne. © dpa

Am dritten Verhandlungstag im Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy sind die Zweifel an der Schuld von Ulvi K. (links) gewachsen.
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Nachbar wieder vor Gericht

Unter großem Medieninteresse beginnt das Wiederaufnahmeverfahren im Fall Peggy. Für die Verhandlung sind zehn Tage angesetzt. © dpa

Peggy
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Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen drei Tatverdächtige ein

Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat ihre Ermittlungen am 18. Februar 2015 gegen drei bislang Tatverdächtige eingestellt. © dpa

Polizisten und ein Taucher sitzen am 28. Mai 2015 an der Talstelle Pirk (Sachsen) in zwei Schlauchbooten: Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth lassen in der Talsperre mit Tauchern der Bayerischen Bereitschaftspolizei nach einem Schulranzen suchen.
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Suche nach dem Schulranzen

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bayreuth lassen am 28. April 2015 in der Talsperre Pirk in Sachsen mit Tauchern der bayerischen Bereitschaftspolizei nach einem Schulranzen von Peggy suchen. Die Suche bleibt ohne Erfolg. © dpa

Das TV-Team filmte mit Laiendarstellern, wie sich Peggy und ihre Mutter (Melanie Fraas) morgens im Bad streiten, weil die Neunjährige nicht in die Schule will.
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Fall wird bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" behandelt

In einer Spezial-Ausgabe der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit dem Titel "Wo ist mein Kind?" wird am 3. Juni 2015 der Fall in einem zehnminütigen Film thematisiert. © Foto: Katharina Ritzer

Ulvi Kulac
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Entlassung aus der Psychiatrie

Nach fast 14 Jahren in der Psychiatrie wird der geistig behinderte Nachbar der seit 2001 verschwundenen Peggy aus Lichtenberg aus dem Bayreuther Bezirkskrankenhaus entlassen. Künftig soll der 38-Jährige in einem Heim für geistig behinderte junge Menschen wohnen. © dpa

Ein Absperrband der Polizei umzäunt am 04.07.2016 ein Waldstück an einer Verbindungsstraße zwischen Rodacherbrunn in Thüringen und Nordhalben in Bayern. Nach dem Fund einer Leiche in einem Waldstück in Thüringen prüfen die Ermittler Verbindungen zum Fall der vor mehr als 15 Jahren verschwundenen Peggy aus Oberfranken. Ein Pilzsammler sei am Samstag auf die Skelettteile gestoßen, teilte die Polizei mit und bestätigte damit einen Bericht des Bayerischen Rundfunks. Der Fundort der Leiche im Saale-Orla-Kreis liegt nur wenige Kilometer von Peggys Heimatort Lichtenberg (Landkreis Hof) entfernt. Foto: Bodo Schackow/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Spektakuläre Wende

Anfang Juli 2016 nimmt der Fall eine spektakuläre Wende: In einem thüringischem Waldstück rund 15 Kilometer von Peggys Wohnort entfernt wurden Knochenstücke gefunden, die nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft höchstwahrscheinlich von der vermissten Schülerin stammen. © Bodo Schackow/dpa

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Es gibt keinen Zweifel mehr

Es gibt keinen Zweifel mehr: Die in einem Waldstück in Thüringen gefundenen Knochenreste stammen definitiv von der vermissten Schülerin Peggy. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Gera am 5. Juli 2016 nach einem DNA-Abgleich mit. © dpa

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Polizei weitet Suche aus

Die Polizei durchkämmt daraufhin das Waldgelände, in dem die Skelettteile von Peggy gefunden wurden. Auch die Straßen, die zu dem Fundort führen, werden abgesucht. © News5

Der Fall Peggy steht vor einer spektakulären Wende: Am Fundort von Peggys Leiche wurden DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt entdeckt.
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DNA-Spuren von Uwe Bönhardt werden am Fundort der Leiche entdeckt

Der Fall Peggy steht vor einer weiteren spektakulären Wende: Am Fundort von Peggys Leiche wurden DNA-Spuren von Uwe Böhnhardt entdeckt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Bayreuth 13. Oktober mit. © dpa

Fall Peggy
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Doch keine Verbindung zur NSU

Nach der akribischen Auswertung einer DNA-Spur des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt, die an den sterblichen Überresten der jahrelang Vermissten gefunden wurde, ist klar: Die Spuren stehen nicht im Zusammenhang mit dem Tod von Peggy Knobloch. © dpa

FIRST PICTURE zur News N14111 Polizeieinsatz - Keine Persoenlichkeitsrechte vorhanden!
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Hausdurchsuchungen in Oberfranken

Im September 2018 werden aufgrund neuer Erkenntnisse mehrere Anwesen in Marktleuthen (Landkreis Wunsiedel) und in Lichtenberg (Landkreis Hof) durchsucht. Die Durchsuchungen richten sich gegen einen 41-Jährigen, der offenbar bereits nach Peggys Verschwinden zu den Verdächtigen zählte. © NEWS5

21.09.2018, Bayern, Bayreuth: Daniel Götz (r), Staatsanwalt als Gruppenleiter der Staatsanwaltschaft Bayreuth, spricht neben Uwe Ebner, Kriminaldirektor der Kriminalpolizei Bayreuth und Leiter der SoKo Peggy, bei einer Pressekonferenz zu den neuen Ermittlungen im Mordfall Peggy. Ein Verdächtiger im Fall des toten Mädchens Peggy aus Oberfranken hat gestanden, die Leiche einst in einem Wald in Thüringen vergraben zu haben. Foto: Daniel Karmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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41-Jähriger legt Geständnis ab

Eine Woche nach den Hausdurchsuchungen in Lichtenberg und Marktleuthen geben Staatsanwaltschaft und Polizei eine Pressekonferenz in Bayreuth. "Wir sind überzeugt davon, den Mann gefasst zu haben, der den Körper von Peggy in das Waldstück bei Thüringen gebracht hat", heißt es von den Ermittlern. Demnach hat der 41-Jährige ausgesagt, den leblosen Körper von Peggy im Mai 2001 in einen Wald gebracht zu haben, wo Jahre später Kochen gefunden wurden. Der nun Beschuldigte habe bei einer Vernehmung angegeben, dass er das leblose Kind von einem anderen Mann an einer Bushaltestelle übernommen habe. Er habe noch versucht, das Mädchen zu beatmen - es dann jedoch in eine rote Decke gepackt, in den Kofferraum seines goldfarbenen Autos gelegt und in den Wald gebracht. Er habe den Ermittlern auch gesagt, wer der Mann war, der ihn an der Bushaltestelle zum Anhalten aufforderte. Zu dieser Person wollten Staatsanwaltschaft und Polizei allerdings im Hinblick auf die Ermittlungen im Moment keine näheren Angaben machen. © Daniel Karmann, dpa

Peggy
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Polizei nimmt Tatverdächtigen fest

Mitte Dezember 2018 nimmt die Polizei erneut einen Tatverdächtigen fest - nach 17 Jahren nach dem Verschwinden des Mädchens. Es soll sich um den besagten 41-Jährigen handeln. Manuel S. gestand vor Monaten, die Leiche an einer Bushaltestelle an der Poststraße entgegen genommen zu haben. Die Polizei hat Anhaltspunkte, dass er noch mehr mit dem Mord zu tun hat. © Daniel Karmann/dpa