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"Der Postillon": Gründer bekommt Auszeichnung in Fürth

Stefan Sichermann konnte den Ehrenbrief entgegennehmen - Acht Bürger geehrt - 19.02.2020 05:26 Uhr

Ehrenbriefe für engagierte Fürtherinnen und Fürther (von links): Bernd Jesussek, Thomas Cesal, Ulla Dürr, Gunda Eckardt, Oberbürgermeister Thomas Jung, Heidemarie Eichler-Schilling, Stefan Sichermann, Udo Schick und Udo Martin. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Den Namen des Mannes, der seit fast zehn Jahren bundesweit mit seinem Satire-Portal "Der Postillon" für Furore sorgt, kennen wohl die wenigsten. Stefan Sichermann arbeitet lieber im Verborgenen. Von Fürth aus bestückt der 39-Jährige einen der erfolgreichsten Blogs. "Das macht uns stolz und glücklich", sagte Oberbürgermeister Thomas Jung bei der Verleihung der Ehrenbriefe im Rathaus, vergaß aber nicht zu erwähnen, dass sich Sichermann auch um die deutsche Sprache und die Medienkompetenz verdient mache.

Auch Thomas Cesal hat seine Heimatstadt weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht: Als Gründer des Snooker Sport Clubs hat er vor 15 Jahren die Paul-Hunter-Classics ins Leben gerufen, zu denen sich Jahr für Jahr die Snooker-Szene in Fürth versammelt.

Leiter der Kofferfabrik ebenfalls ausgezeichnet

Nicht weniger bekannt, zumindest in Fürth, sind die United Kilt Runners. Deren Gründer Udo Schick erhielt den Ehrenbrief für seine vielfältigen Benefiz-Aktionen. Regelmäßig bietet er mit seinem Team etwa Rikscha-Touren für Senioren an.

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Snooker vom Feinsten: Paul Hunter Classic in der Fürther Stadthalle

Snookerstars zu Gast in Franken: Bei Paul Hunter Classic in der Fürther Stadthalle versenkten echte Profis die bunten Kugeln in den Löchern am Snookertisch. Insgesamt traten 16 Spieler in zwei Wettbewerben um 20.000 Euro Preisgeld an.


Für sein kulturelles Engagement hat Udo Martin den Ehrenbrief erhalten. Er leitet seit zehn Jahren mit viel Herzblut die Kofferfabrik und schafft es regelmäßig, auch hochkarätige Künstler für Auftritte zu gewinnen.

"Kämpferin für die sozial Schwächeren"

Für seine ehrenamtliche Unterstützung des Stadtarchivs wurde Bernd Jesussek geehrt – in über 500 Arbeitsstunden habe er 16.000 Akten gesichtet und verzeichnet. Darüber hinaus hat er sich als Sachbuchautor einen Namen gemacht und engagiert sich bei der DJK Fürth.

Der Name von Ulla Dürr ist eng mit der Diakonie Fürth verknüpft. 1995 begann sie dort ihre Arbeit als Leiterin der Sozialen Dienste, war lange Jahre in der Geschäftsleitung aktiv und bis zu ihrem Ruhestand hauptamtlicher Vorstand. "Sie war immer eine Kämpferin für die sozial Schwächeren", sagte Jung.

Auf ähnlichem Gebiet engagierte sich Heidemarie Eichler-Schilling. Fast 20 Jahre lang leitete sie die Fürther Kinderarche und baute die Einrichtung in der Hirschenstraße kontinuierlich aus. Außerdem war sie Mitbegründerin der Kinokooperative Fürth im Krawattenhaus (heute Uferpalast), der sie sieben Jahre vorstand.

Seit über 50 Jahren ist Gunda Eckardt Mitglied der Fürther Awo und zeigt dort bis heute große Einsatzbereitschaft, etwa als stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins Fürth-Süd. Dort leitet sie seit 2006 auch den Seniorenclub.

hjw

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