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Deutscher Wetterdienst warnt: Kommt der Dürresommer?

Anhaltende Trockenheit droht - Verluste für Land- und Forstwirtschaft - 24.04.2019 09:51 Uhr

Dürre setzt Mensch, Tier und Natur gefährlich zu. © Martin Gerten/dpa


Bei anhaltender Trockenheit könnte Deutschland nach Einschätzung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf einen weiteren Dürresommer zusteuern. "Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden", sagt der Leiter der DWD-Agrarmeteorologie, Udo Busch, in Offenbach. Zum Beginn der Vegetationsperiode seien die Böden in vielen Regionen deutlich trockener als im vieljährigen Durchschnitt - und sogar trockener als im April des vergangenen Jahres.

Damals konnten Pflanzen und Bäume mit langen Wurzeln noch die Feuchtigkeit aus tiefen Bodenschichten ziehen und kamen so gut über die Trockenheit hinweg. Diese Wasserspeicher seien in diesem Jahr jedoch "weit weniger gut gefüllt". Ein Dürresommer würde daher nicht nur die Landwirtschaft erneut hart treffen, sondern dieses Mal auch die Forstwirtschaft, schätzt der DWD.

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Frankenwald in Flammen: Feuerwehr rückt mit 150 Kräften an

Bei Geroldsgrün im Landkreis Kronach standen am Ostersonntag etwa 2500 Quadratmeter Wald in Flammen. Rund 150 Einsatzkräfte kämpften vor Ort gegen das Feuer an einer abgelegenen Stelle. Besonders der Transport des Löschwassers wurde zur echten Herausforderung.


Besonders betroffen sind die östlichen Bundesländer - vor allem Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort ist die Bodenfeuchte bereits so niedrig wie im Juli 2018. Selbst wenn es noch viel regnen sollte, bleibt sie den Schätzungen zufolge bis in den Sommer hinein unter dem vieljährigen Mittelwert. "Die Startbedingungen für die Vegetation sind 2019 in vielen Gebieten Deutschlands deutlich schlechter als im Vorjahr", sagt Busch.

Schon im April gab es in Franken enorme Probleme wegen der Trockenheit. Es hat wochenlang nicht geregnet. Waldbrände, wie zum Beispiel in oder in Schwarzenbruck, waren die Folge.

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Trockenheit in der Region: 200 Quadratmeter Wald brannten bei Fürth

Der wenige Regen und die Sonne haben Bayerns Wälder erneut schnell ausgetrocknet. Ein Waldstück bei Lind (Lkr. Fürth) geriet am Freitagmittag in Brand.


Die Feuerwehr der Region hat deshalb allerhand zu tun. Von einer "extremen Lage" sprechen die Einsatzkräfte unter anderem. Vielerorts sind wegen der anhaltenden Trockenheit sogar die beliebten Osterfeuer abgesagt worden, die Brandgefahr war zu hoch.

Als Bürger sollte man darauf achten, keine Zigarettenkippen wegzuwerfen, nicht auf Wiesen und in Wäldern zu grillen und allgemein sehr vorsichtig im Umgang mit Feuer in der Natur zu sein. Trockenheit setzt nicht nur den Landwirten, den Wäldern und den Tieren zu - auch der Mensch selbst leidet. Was man tun kann, um der Natur ein wenig Entlastung zu bieten, lesen Sie hier.

dpa, mlk

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