Donnerstag, 06.05.2021

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A6: Technischer Defekt bei Limousine löst zwei schwere Unfälle aus

Zu den Vorfällen kam es kurz nach der Anschlussstelle Feuchtwangen-Nord - 21.04.2021 12:23 Uhr

Zu gleich zwei Unfällen hat am Dienstag der technische Defekt an einer Großraumlimousine geführt. Gegen 12 Uhr überholte ein 46-Jähriger auf der A6, kurz nach der Anschlussstelle "Feuchtwangen - Nord" in Fahrtrichtung Heilbronn, einen Sattelzug. Nach dem Wiedereinscheren leuchtete plötzlich eine Warnleuchte in der Limousine auf und das Fahrzeug bremste abrupt ab - nahezu bis zum Stillstand.

Der überholte Lkw-Fahrer hatte keine Chance, einen Auffahrunfall zu vermeiden, und krachte mit seiner Zugmaschine dem fast schon stehenden Auto ins Heck. Beide beteiligten Fahrer sowie weitere Insassen in der Limousine blieben unverletzt. Die Unfallfahrzeuge waren nach dem Anstoß nicht mehr fahrbereit und mussten von Abschleppunternehmen geborgen werden. Es entstand ein Sachschaden von circa 13.000 Euro.

Dash-Cam zeichnet Unfall auf

Die unübliche Unfallursache und der Unfallhergang, "bei dessen Schilderung mancher vielleicht Zweifel hegen mag", wie die Polizei sagte, "wurde übrigens von einer im Führerhaus des Sattelzugs installierten "Dash-Cam" aufgezeichnet und durch das Filmmaterial exakt so bestätigt".

Der Unfall hatte jedoch Folgen für zwei weitere Verkehrsteilnehmer: Nach der Unfallaufnahme und während der Bergung der unfallbeteiligten Fahrzeuge kam es gegen 12.30 Uhr im Bereich des Vorfalls zu einem Folgeunfall. Ein 60-Jähriger wechselte mit seinem Sattelzug vom rechten auf den linken Fahrstreifen, um einen ausreichenden Sicherheitsabstand zu den Personen auf dem Pannenstreifen zu halten.

Hoher Sachschaden

Dabei übersah er ein von hinten kommendes Fahrzeug, das ein 46-jähriger Nürnberger steuerte. Der Nürnberger konnte trotz Vollbremsung und Ausweichmanöver einen Aufprall nicht mehr verhindern. Sein Auto wurde nach dem Anstoß nach rechts in den Grünstreifen geschleudert. Er wurde dabei trotz Sicherheitsgurtes verletzt und musste nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst an der Unfallstelle ins Klinikum Crailsheim eingeliefert werden.

An seinem Fahrzeug entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Es musste von einem Abschleppunternehmen geborgen werden Der Gesamtschaden am Auto und am Lkw wird von der Polizei mit insgesamt rund 40.000 Euro beziffert.


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mch

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